1,3,2-Benzodioxaborol

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1,3,2-Benzodioxaborol ist eine chemische Verbindung des Bors aus der Gruppe der Alkohole und Brenzcatechinderivate. Es ist der Brenzkatechinester der unsubstituierten Boronsäure.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 1,3,2-Benzodioxaborol
Allgemeines
Name 1,3,2-Benzodioxaborol
Andere Namen
  • Catecholboran
  • Benzcatechinboran
  • Catecholatoboran
  • Pyrocatecholboran
Summenformel C6H5BO2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 274-07-7
EG-Nummer 205-991-5
ECHA-InfoCard 100.005.447
PubChem 67506
ChemSpider 10617125
Wikidata Q730606
Eigenschaften
Molare Masse 119,91 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

1,125 g·cm−3 (25 °C)[2]

Schmelzpunkt

12 °C[2]

Siedepunkt

50 °C (50 mmHg)[2]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,507 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225314
EUH: 014
P: 210233240280303+361+353305+351+338[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

1,3,2-Benzodioxaborol kann durch Reaktion von Diboran mit Catechol bei 25 °C in Benzol dargestellt werden.[4]

Die Verbindung kann auch durch Reduktion von 2-Chlor-1,3,2-benzodioxaborol[5] mit Tributylzinnhydrid hergestellt werden.[6]

Weiterhin kann sie auch aus Bis(benzo-1,3,2-dioxaborolanyl)oxid und 2-(o-Hydroxyphenoxy)-benzo-1,3,2-dioxaborolan gewonnen werden.[7]

Eigenschaften

1,3,2-Benzodioxaborol ist eine farblose ölige Flüssigkeit, die löslich in Benzol ist.[1]

Verwendung

1,3,2-Benzodioxaborol wird als Reaktionspartner bei der Herstellung von Arenen und Alkenen und zur katalytischen Hydroborierung verwendet.[1] Sowohl Alkene als auch Alkine reagieren beim Erhitzen rasch mit 1,3,2-Benzodioxaborol und ergeben die entsprechenden Alkyl- und Alkenylcatecholborane in hoher Ausbeute.[6][8] Die Verbindung kann auch für die Synthese von Amiden und makrozyklischen Lactamen aus Carbonsäuren verwendet werden.[3]

Einzelnachweise

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