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Ceará-Mirim

Gemeinde in Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Ceará-Mirim ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio Grande do Norte im Nordosten des Landes. Sie gehört zur Metropolregion Natal und liegt knapp 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Natal. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 83.500 geschätzt.[3]

Gründung18. August 1858[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Ceará-Mirim, Symbole ...
Município de Ceará-Mirim
Ceará-Mirim

Stadtzentrum von Ceará-Mirim
Ceará-Mirim (Brasilien)
Ceará-Mirim (Brasilien)
Ceará-Mirim
Koordinaten 5° 38′ S, 35° 26′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Rio Grande do Norte
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 18. August 1858[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio Grande do Norte
Região intermediária Natal (seit 2017)
Região imediata Natal (seit 2017)
Metropolregion Natal
Höhe 45 m
Gewässer Rio Ceará-Mirim
Klima tropisches Klima
Fläche 739,7 km²
Einwohner 83.543 (2025[2])
Dichte 112,9 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.cearamirim.rn.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 1.260.346 Tsd. R$
15.930 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,635 (2010)
Strandgebiet Port Mirim
Strandgebiet Port Mirim
Strandgebiet Port Mirim
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Geografie und Klima

Ceará-Mirim liegt im Küstengebiet des Bundesstaates Rio Grande do Norte auf einer Höhe von etwa 45 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Ceará-Mirim, der für die landwirtschaftliche Nutzung der Region von Bedeutung ist. Die Gemeinde verfügt über einen Küstenstreifen mit Sandstränden (Porto Mirim).

Das Klima ist tropisch mit hohen Temperaturen und ganzjährig relativ hohen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 20 und 33 °C.[4]

Geschichte

Die Ursprünge der Siedlung Ceará-Mirim sind mit dem indigenen Volk der Potiguara verbunden, das an den Ufern des Rio Pequeno lebte, der später in Rio Ceará Mirim umbenannt wurde. Die Potiguara betrieben heimlichen Handel mit Brasilholz mit französischen und spanischen Kaufleuten und schließlich auch mit den portugiesischen Kolonisatoren, wobei sie das wertvolle Holz gegen verschiedene Waren eintauschten. Das in der Region reichlich vorhandene Brasilholz wurde über ein rudimentäres Schifffahrtssystem auf dem Gramoré-Fluss transportiert.[5]

Zuerst siedelten sich in der Region Jesuiten an, welche friedlich mit der indigenen Bevölkerung interagierten und eine lokale Verwaltung aufbauten. Eine vom Marquis von Pombal erlassene Königliche Charta verbot den Jesuiten schließlich 1759 die Mitwirkung an der Verwaltung und dem Bildungswesen der Siedlung, ohne dafür einen klaren Grund anzugeben. Nach der Vertreibung der Jesuiten übernahmen die portugiesischen Kolonisten die Kontrolle, frei von religiöser Aufsicht. Diese Siedler brachten afrikanische Sklaven in die Region und bauten eine Plantagenwirtschaft rund um den Abbau von Zuckerrohr auf.[5]

1858 wurde die Gemeinde offiziell gegründet und am 9. Juni 1882 zu einer Stadt erhoben.[6] Die oligarchische Klasse der Zuckerbarone blieb bis weit ins 19. Jahrhundert dominant und imitierte aristokratische Lebensweise. Im 20. Jahrhundert verlor die Zuckerrohrproduktion teilweise an Bedeutung, während andere wirtschaftliche Aktivitäten zunahmen. Die Nähe zur Hauptstadt Natal begünstigte das Wachstum der Gemeinde, die im 21. Jahrhundert eine der bevölkerungsreichsten des Staates ist.

Demografie

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 83.500 Personen geschätzt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten und der Rest im ländlichen Hinterland. Die meisten Einwohner waren 2022 ethnisch gemischter Abstammung (ca. 60 %), gefolgt von Weißen (25,5 %) sowie Afrobrasilianern (14,6 %).[7]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1991 52.157
2000 62.424
2010 68.141
2022 79.115
Volkszählungen
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Wirtschaft

Die Wirtschaft von Ceará-Mirim basiert vorwiegend auf Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Traditionell spielte der Zuckerrohranbau eine zentrale Rolle.

Die Stadt ist durch Fernstraßen und die Trens Urbanos de Natal mit Natal verbunden.

Religion

Ceará-Mirim gehört zum römisch-katholischen Erzbistum Natal. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

Commons: Ceará-Mirim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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