Ceará-Mirim
Gemeinde in Brasilien
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Ceará-Mirim ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio Grande do Norte im Nordosten des Landes. Sie gehört zur Metropolregion Natal und liegt knapp 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Natal. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 83.500 geschätzt.[3]
| Município de Ceará-Mirim Ceará-Mirim | |||
|---|---|---|---|
Stadtzentrum von Ceará-Mirim | |||
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| Koordinaten | 5° 38′ S, 35° 26′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 18. August 1858[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio Grande do Norte | ||
| ISO 3166-2 | BR-RN | ||
| Região intermediária | Natal (seit 2017) | ||
| Região imediata | Natal (seit 2017) | ||
| Metropolregion | Natal | ||
| Höhe | 45 m | ||
| Gewässer | Rio Ceará-Mirim | ||
| Klima | tropisches Klima | ||
| Fläche | 739,7 km² | ||
| Einwohner | 83.543 (2025[2]) | ||
| Dichte | 112,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.cearamirim.rn.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 1.260.346 Tsd. R$ 15.930 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,635 (2010) | ||
Strandgebiet Port Mirim | |||
Geografie und Klima
Ceará-Mirim liegt im Küstengebiet des Bundesstaates Rio Grande do Norte auf einer Höhe von etwa 45 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Ceará-Mirim, der für die landwirtschaftliche Nutzung der Region von Bedeutung ist. Die Gemeinde verfügt über einen Küstenstreifen mit Sandstränden (Porto Mirim).
Das Klima ist tropisch mit hohen Temperaturen und ganzjährig relativ hohen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 20 und 33 °C.[4]
Geschichte
Die Ursprünge der Siedlung Ceará-Mirim sind mit dem indigenen Volk der Potiguara verbunden, das an den Ufern des Rio Pequeno lebte, der später in Rio Ceará Mirim umbenannt wurde. Die Potiguara betrieben heimlichen Handel mit Brasilholz mit französischen und spanischen Kaufleuten und schließlich auch mit den portugiesischen Kolonisatoren, wobei sie das wertvolle Holz gegen verschiedene Waren eintauschten. Das in der Region reichlich vorhandene Brasilholz wurde über ein rudimentäres Schifffahrtssystem auf dem Gramoré-Fluss transportiert.[5]
Zuerst siedelten sich in der Region Jesuiten an, welche friedlich mit der indigenen Bevölkerung interagierten und eine lokale Verwaltung aufbauten. Eine vom Marquis von Pombal erlassene Königliche Charta verbot den Jesuiten schließlich 1759 die Mitwirkung an der Verwaltung und dem Bildungswesen der Siedlung, ohne dafür einen klaren Grund anzugeben. Nach der Vertreibung der Jesuiten übernahmen die portugiesischen Kolonisten die Kontrolle, frei von religiöser Aufsicht. Diese Siedler brachten afrikanische Sklaven in die Region und bauten eine Plantagenwirtschaft rund um den Abbau von Zuckerrohr auf.[5]
1858 wurde die Gemeinde offiziell gegründet und am 9. Juni 1882 zu einer Stadt erhoben.[6] Die oligarchische Klasse der Zuckerbarone blieb bis weit ins 19. Jahrhundert dominant und imitierte aristokratische Lebensweise. Im 20. Jahrhundert verlor die Zuckerrohrproduktion teilweise an Bedeutung, während andere wirtschaftliche Aktivitäten zunahmen. Die Nähe zur Hauptstadt Natal begünstigte das Wachstum der Gemeinde, die im 21. Jahrhundert eine der bevölkerungsreichsten des Staates ist.
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 83.500 Personen geschätzt. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten und der Rest im ländlichen Hinterland. Die meisten Einwohner waren 2022 ethnisch gemischter Abstammung (ca. 60 %), gefolgt von Weißen (25,5 %) sowie Afrobrasilianern (14,6 %).[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 52.157 |
| 2000 | 62.424 |
| 2010 | 68.141 |
| 2022 | 79.115 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Ceará-Mirim basiert vorwiegend auf Landwirtschaft, Handel und Dienstleistungen. Traditionell spielte der Zuckerrohranbau eine zentrale Rolle.
Die Stadt ist durch Fernstraßen und die Trens Urbanos de Natal mit Natal verbunden.
Religion
Ceará-Mirim gehört zum römisch-katholischen Erzbistum Natal. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

