Rutenangler
Familie der Ordnung Armflosser (Lophiiformes)
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Die Rutenangler (Ceratiidae) sind eine Familie der Tiefsee-Anglerfische (Ceratioidei). Sie leben im Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean.
| Rutenangler | ||||||||||||
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Ceratias holboelli, Weibchen mit Zwergmännchen, Präparat im Museum für Zoologie von Sankt Petersburg. | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ceratiidae | ||||||||||||
| Gill, 1861 |
Merkmale
Rutenangler sind dunkelbraun oder schwarz gefärbt und haben einen leicht länglichen, seitlich abgeflachten Körper und ein senkrechtes bis stark schräges Maul, das mit zahlreichen Zähnen besetzt ist. Die Haut ist vollständig mit dicht stehenden Dörnchen bedeckt. Das Illicium („Angel“) befindet sich zwischen den Stirnknochen auf der Schnauze. Die Esca („Köder“) ist kugel- oder birnenförmig, einfach oder mit einem oder zwei distalen Filamenten. Charakteristisches Merkmal der Familie sind 2 bis 3 fleischige, warzenartige Drüsen vor der zweiten Rückenflosse der Weibchen. Sie wurden durch Modifikation von 2 oder 3 Flossenstrahlen gebildet. Die Weibchen werden relativ groß. Die von Ceratias holboelli erreichen eine Standardlänge von mindestens 85,5 Zentimeter und eine Gesamtlänge von 120 Zentimeter. Die Weibchen sind Wirte für die geschlechtsparasitären ausgewachsenen Zwergmännchen. Diese sind frei lebend ohne Pigmentierung und haben eine Standardlänge von weniger als 0,2 Zentimeter. An das Weibchen angewachsene Zwergmännchen haben eine Länge von 0,08 bis 14,0 Zentimeter und ihre Haut wird stachelig und dunkel. Die Augen der frei lebenden metamorphosierten Männchen sind groß und schüsselförmig, das Riechorgan ist winzig. An der Schnauzenspitze befindet sich ein Paar großer, gezahnter Zähne, die an der Basis miteinander verwachsen sind. Vom Illicium ist ein Rudiment vorhanden. Die Larven haben durch ihre leicht aufgeblähte Haut ein etwas buckliges Erscheinungsbild. Ihr Maul steht fast senkrecht.[1][2]
