Chicomóztoc
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Chicomóztoc („Ort der sieben Höhlen“) ist der Name des mythischen (oder noch nicht entdeckten) Ursprungsortes aller Nahuatl sprechenden Kulturen Mesoamerikas. Dies sind im Wesentlichen die sieben bedeutenden Völker im Hochtal von Mexiko: Xochimilcas, Chalcas, Tepaneken, Acolhuas, Tlahuicas, Tlaxcalteken und Mexicas. Doch werden auch weniger bedeutende Völker erwähnt: Cuitlahuicas, Mizquicas, Amecamecas, Huexotzincas, Matlazincas, Malinalcas und Cohuixtcas.

Legende bzw. Geschichte
Alle diese Völkerschaften wären in der Zeit nach 1200 (nach anderer Meinung mehrere Jahrhunderte früher) von einer im Norden des Landes zu verortenden Stelle aufgebrochen und nach langen Wanderungen im Hochtal von Mexiko angekommen. Dies deckt sich mit den (letztlich jedoch unklaren) Überlieferungen der einzelnen Völkerschaften.
Als Ausgangspunkt wird in diesem Zusammenhang von der archäologischen Forschung manchmal die bei Villanueva im heutigen Bundesstaat Zacatecas gelegene Stätte La Quemada erwähnt, doch bleibt insgesamt vieles unklar. Auch der Ort San Isidro Culhuacan im Bundesstaat Guanajuato wird manchmal ins Spiel gebracht.
Siehe auch
Literatur
- Gustav Brühl (1826–1903): Aztlan-Chicomoztoc. Reprint Legare Street Press 2022, ISBN 978-1018867373
- Blas Roman Castellon Huerta: Chicomóztoc. In: The Oxford Encyclopedia of Mesoamerican Cultures. Oxford University Press 2001, ISBN 978-0195188431