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Ciucsângeorgiu

Gemeinde in Rumänien From Wikipedia, the free encyclopedia

Ciucsângeorgiu [ˈt͡ʃiuksɨnd͡ʒeord͡ʒiu] (ungarisch Csíkszentgyörgy) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Schnelle Fakten Ciucsângeorgiu Csíkszentgyörgy, Basisdaten ...
Ciucsângeorgiu
Csíkszentgyörgy
Ciucsângeorgiu (Rumänien)
Ciucsângeorgiu (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Harghita
Koordinaten: 46° 19′ N, 25° 57′ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:757 m
Fläche:240,72 km²
Einwohner:4.876 (1. Dezember 2021[1])
Bevölkerungsdichte:20 Einwohner je km²
Postleitzahl:537040
Telefonvorwahl:(+40) 02 66
Kfz-Kennzeichen:HR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2])
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Ciucsângeorgiu, Armășeni, Armășenii Noi, Bancu, Ciobăniș, Cotormani, Eghersec, Ghiurche, Potiond
Bürgermeisterin :Zsófia Réti (UDMR)
Postanschrift:Str. Principală, nr. 130
loc. Ciucsângeorgiu, jud. Harghita, RO–537040
Website:
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Der Ort Ciucsângeorgiu ist auch unter den rumänisch veralteten Bezeichnungen Cic-Sângeorgiu und Cic-Sângeorz, und der ungarischen Bezeichnung Szentgyörgy bekannt.[3]

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Ciucsângeorgiu im Kreis Harghita

Die Gemeinde Ciucsângeorgiu liegt mit ihren neun Dörfern und Weilern östlich des Siebenbürgischen Beckens in den Südwestausläufern des Ciucului-Gebirges, einem Teilgebirge der Ostkarpaten, in der historischen Region Szeklerland im Südosten des Kreises Harghita. Am Bach Fișag, ein Nebenfluss des Olt (Alt) und der Kreisstraße (drum județean) DJ 123C – eine östliche Nebenstraße des Drum național 12 –, liegt der Ort Ciucsângeorgiu etwa 16 Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg) entfernt.

Geschichte

Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Ciucsângeorgiu wurde 1333 erstmals urkundlich erwähnt.[4] Bei Ausgrabungen auf dem Areal des Gemeindezentrums, von den Einheimischen genannt Potovszky-kert, wird das Vorkommen einer Besiedlung des Ortes in die Jungsteinzeit datiert.[5]

Im eingemeindeten Dorf Cotormani (ungarisch Kotormány) wurden im Garten des Hauses Nr. 496 archäologische Funde dem Frühmittelalter zugeordnet.[6]

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte Ciucsângeorgiu dem Stuhlbezirk Kászonalcsík in der Gespanschaft Tschick (rumänisch Comitatul Ciuc), anschließend dem historischen Kreis Ciuc und seit 1950 dem heutigen Kreis Harghita an.

Auf dem Areal des Gemeindezentrums befindet sich die Adorján-Mofette zur Behandlung von Bluthochdruck, Herz- und Gefäßleiden.[4]

Bevölkerung

Die Bevölkerung in der heutigen Gemeinde Ciucsângeorgiu entwickelte sich wie folgt:

Weitere Informationen Volkszählung, Ethnische Zusammensetzung ...
Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Magyaren Deutsche andere
1850 5352 249 5007 - 096
1930 6063 308 5656 6 021
1956 6302 047 6162 7 086
1977 5792 042 5706 1 043
2002 4891 026 4658 - 207
2011 4839 017 4648 - 174 (62 Roma)
2021 4876 035 4545 - 296 (15 Roma)
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Seit 1850 wurde in der heutigen Gemeinde Ciucsângeorgiu die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1956 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (1034) wurde 1920, die der Roma (207) 2002 und die der Rumäniendeutschen 1930 ermittelt.[7]

Sehenswürdigkeiten

  • Im Gemeindezentrum die römisch-katholische Kirche Sf. Gheorghe im 14. Jahrhundert errichtet und im 18. umgebaut,[8] und eine Kapelle (auf dem Berg Posada; ca. 2 km SO) im 18. Jahrhundert errichtet,[9] stehen unter Denkmalschutz.[5]
  • In Ciucsângeorgiu die orthodoxe Kirche Sf. Mc. Gheorghe im 18. Jahrhundert errichtet und 1840 erneuert,[10] steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Im Gemeindezentrum sind zahlreiche Anwesen mit deren Holzhäuser, Holztore und Scheunen, im 19. Jahrhundert errichtet, sind denkmalgeschützt.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Armășeni (Csíkménaság) die römisch-katholische Kirche Buna Vestire (Verkündigung des Herrn). Sie wurde erstmals 1567 urkundlich erwähnt und steht auf den Ruinen einer im 13. Jahrhundert errichteten Kirche.[11] Der 1543 erbaute Altar steht seit 1915 in einem Budapester Museum.[12] Ein Kunstdenkmal in der Kirche ist die Holzstatue der Hl. Maria 1543 gefertigt; soll aus Hălchiu (Heldsdorf) stammen.[4] Die Kirche mit deren Anwesen steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Adorján 1797 errichtet und mehrfach umgebaut, und dessen Holztor mit einem Taubenschlag 1828 errichtet, stehen seit 1955 unter Denkmalschutz.[5] Das Wohnhaus wurde Anfang der 1980er-Jahre wegen desolaten Zustands verlassen und erst Anfang der 2000er-Jahre saniert[13] und nach etwa 20 Jahren Sanierungsarbeiten eingeweiht.[14][15]
  • Im eingemeindeten Dorf Potiond (ungarisch Pottyond) steht eine römisch-katholische Kapelle, im 19. Jahrhundert errichtet,[16] unter Denkmalschutz.[5]

Persönlichkeiten

Commons: Ciucsângeorgiu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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