Coburg Island

Insel in Kanada From Wikipedia, the free encyclopedia

Coburg Island (auch Cobourg Island, Inuktitut: Nirjutiqavvik) liegt in der Baffin Bay am Eingang des Jonessunds zwischen Ellesmere Island im Norden und Devon Island im Süden. Sie gehört zum kanadischen Territorium Nunavut und ist eine der Königin-Elisabeth-Inseln. Der 76. nördliche Breitengrad schneidet die Insel in der Mitte.

Schnelle Fakten
Coburg Island
Gewässer Arktischer Ozean
Inselgruppe Königin-Elisabeth-Inseln
Geographische Lage 75° 58′ N, 79° 20′ W
Lage von Coburg Island
Länge 38 km
Breite 23 km
Fläche 344 km²
Höchste Erhebung 823 m
Einwohner unbewohnt
Felsen mit Seevögeln auf Coburg Island
Felsen mit Seevögeln auf Coburg Island
Karte von Coburg Island
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Lage

Coburg Island wird im Norden durch die Glacier Strait von Ellesmere Island getrennt, im Süden durch die Lady Ann Strait von Devon Island. Östlich der Insel erstreckt sich die Baffin Bay.

Die Insel ist 344 km² groß[1] und hat zwischen „Phillips Point“ im Norden und „Cambridge Point“ im Süden eine Ausdehnung von 38 km. Coburg Island ist zwischen 6 und 23 km breit und erreicht eine Höhe von 823 m über dem Meeresniveau. 65 % der Insel sind von Gletschern bedeckt.[2] Auf einer nach Südosten gerichteten Halbinsel liegt die 10 km² große, kreisförmige Laika-Eiskappe.

Die Durchschnittstemperaturen liegen bei −28 °C im Februar und 4 °C im Juli.

Im Seegebiet um Coburg Island gibt es zwei Polynjas, die „Lady-Ann-Polynja“ südlich der Insel in der Lady Ann Strait und das „Nordwasser“ (englisch North Water Polynya) in der Baffin Bay.

Nirjutiqarvik National Wildlife Area

1995 wurde das Schutzgebiet Nirjutiqarvik National Wildlife Area eingerichtet.[3] Dieses umfasst Coburg Island und die umgebenden Gewässer. Das Schutzgebiet hat eine Fläche von 1783,28 km².[3] „Cambridge Point“ wird von BirdLife International als Important Bird Area (NU010) ausgewiesen.[4]

Das hier fast immer eisfreie Meer bietet vielen Tieren gute Lebensbedingungen. Auf Coburg Island brüten über 300.000 Seevögel, darunter hauptsächlich Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla) und Dickschnabellummen (Uria lomvia), außerdem auch Eiderenten (Somateria mollissima), Prachteiderenten (Somateria spectabilis) und Eisenten (Clangula hymenalis). Auf dem der Insel südöstlich vorgelagerten Felsen „Princess Charlotte Monument“ gibt es eine Kolonie von etwa 3.000 Paaren des Eissturmvogels (Fulmarus glacialis). In den Buchten an der Südspitze der Insel findet man im Sommer Walrosse, Ringelrobben und Bartrobben. Die Polynjas werden im Winter auch von zahlreichen Walen, besonders Weißwalen, Narwalen und Grönlandwalen, aufgesucht. Auch Eisbären sind hier häufig anzutreffen.

Geschichte

Die Insel wurde wahrscheinlich 1818 von John Ross auf seiner Expedition zur Suche nach der Nordwestpassage entdeckt. Sie wurde nach dem deutschen Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg benannt, der mit Prinzessin Charlotte, der Tochter König Georg IV. des Vereinigten Königreichs, verheiratet war.

Einzelnachweise

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