Cowboys & Angels

Film von David Gleeson (2003) From Wikipedia, the free encyclopedia

Cowboys & Angels ist eine irisch-britisch-deutsche Buddy-Komödie von David Gleeson aus dem Jahr 2003. Der in der irischen Stadt Limerick gedrehte Debütfilm erzählt von der Freundschaft eines schüchternen jungen Beamten und eines extravaganten, schwulen Modestudenten und ihrer Suche nach Identität im frühen 21. Jahrhundert.

TitelCowboys & Angels
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2003
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Cowboys & Angels
Produktionsland Irland, Vereinigtes Königreich, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Wide Eye Films; Peter Stockhaus Filmproduktion; Grosvenor Park Productions
Stab
Regie David Gleeson
Drehbuch David Gleeson
Produktion Nathalie Lichtenthaeler, Chris Chrisafis, Peter Stockhaus
Musik Stephen McKeon
Kamera Volker Tittel
Schnitt Andrew Bird
Besetzung
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Handlung

Shane Butler, Anfang zwanzig und ohne klare Zukunftsperspektive, arbeitet widerwillig als Verwaltungsangestellter. In Limerick zieht er mit dem Modestudenten Vincent Cusack zusammen, der offen schwul und extrovertiert auftritt. Während Shane anfangs schüchtern und angepasst wirkt, eröffnet ihm Vincent eine Welt aus Mode, Clubs und Selbstinszenierung. Shane entdeckt neue Seiten an sich, durchläuft ein Makeover und beginnt, sich zu emanzipieren. Doch seine Verstrickung in Drogengeschäfte bringt beide in Gefahr und stellt ihre Freundschaft auf die Probe.[2]

Produktion

Cowboys & Angels ist Gleesons erster Langfilm. Produziert wurde er von Wide Eye Films in Koproduktion mit der deutschen Peter Stockhaus Filmproduktion und Grosvenor Park Productions (UK). Kamera führte Volker Tittel, die Musik komponierte Stephen McKeon, der Schnitt lag bei Andrew Bird. Gedreht wurde in Limerick, Irland.[3]

Veröffentlichung

Der Film lief 2004 im Programm „Another View“ des Internationalen Filmfestivals Karlovy Vary.[4] Der deutsche Kinostart erfolgte am 7. April 2005; die deutsche DVD erschien am 6. Dezember 2005.

2024 wurde der Film im Rahmen des Förderprogramms Filmerbe (FFE) digitalisiert; 2025 folgte die Auswertung der restaurierten Fassung von Cowboys & Angels durch Salzgeber.[5]

Rezeption

Sascha Koebner schreibt im Filmdienst, Cowboys & Angels sei ein „solider, streckenweise auch witziger Jugendfilm“, der die emotionale Fragilität der Adoleszenz treffend herausarbeite.[6]

Andreas Köhnemann hebt in sissy hervor, dass Regisseur David Gleeson gängige Klischees unterlaufe: Vincent sei kein Sidekick, sondern ein selbstbewusster schwuler Protagonist; zudem werde das Buddy-Film-Motiv in Tradition von Ein seltsames Paar weitergedacht. Er bemerkt weiter, dass Cowboys & Angels eine Geschichte über die Freundschaft zwischen einem schwulen und einem heterosexuellen Mann, die weder klischeehafte Gags noch tragische Krisen wegen unerwiderter Gefühle bemüht. Er mein, dass Gleeson mit zwei sympathischen Helden, charismatischen Schauspielern und viel Witz, Herz, Tempo und Energie eine berührende Geschichte erzählt.[7]

In den US-Kritiken kommt der Film auf einen Metascore von 51/100 (13 Kritiken)[8] und bei Rotten Tomatoes auf 57 % positive Rezensionen (21 Kritiken).[9]

Auszeichnungen

Bei den Irish Film & Television Awards 2004 gewann der Film den Preis für das beste Kostümdesign (Grania Preston) und war u. a. für Szenenbild (Jim Furlong) nominiert; Allen Leech war in der Kategorie „Best New Talent“ nominiert.[10]

Einzelnachweise

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