Cowkeeper
Seminolen-Häuptling
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Cowkeeper (= Kuhhirte; auch Ahaya; * 1710; † 1783) ist der englische Name des ersten belegten Häuptlings der Alachua-Gruppe der Seminolen-Indianer.
In der Kindheit Cowkeepers siedelte sein Stamm, die Oconee, eine Gruppe der Hitchiti, welche ursprünglich aus Zentral-Georgia kamen, entlang des Chattahoochee Rivers im Norden Floridas. Als Ahaya Mitte zwanzig Jahre alt war, er war mittlerweile Häuptling seines Dorfes, hatte er einen Hass auf die Spanier entwickelt, die Florida kolonisiert hatten.
1740 unterstützte er mit dreißig Kriegern die erfolglose Belagerung von San Agustín durch britische Streitkräfte unter James Oglethorpe aus Georgia. Um das Jahr 1750 führte Ahaya sein Volk nach Süden in das Gebiet der Alachua Prärie, möglicherweise in der Nähe der Ruinen eines Dorfes der Potano, eine Gruppe der Timucua Indianer. Sie fanden dort viel Wild und Fisch sowie viele wilde Kühe. Sein Volk trieb die Kühe zu einer großen Herde zusammen. Ahaya erhielt daraufhin den englischen Namen „Cowkeeper“.
Um das Jahr 1757 lebten die Alachua in einem Dorf namens Cuscowilla am nordwestlichen Ufer des Lake Tuscawilla, wo heute Micanopy steht. Im gleichen Jahr besuchte er den Gouverneur von Georgia und brachte seinen Hass auf die Spanier und die mit ihnen verbündeten Indianer zum Ausdruck. Er erklärte, sein Hass beruhe auf einer Vision, nach der er im Jenseits keinen Frieden finden werde, bevor er nicht hundert Spanier getötet habe.
1763 wurde Florida von den Spaniern an Großbritannien übergeben. Cowkeeper reiste nach St. Augustine (San Agustín), um der Amtseinführung des neuen britischen Gouverneurs Patrick Tonyn beizuwohnen.
Im Jahr 1774 besuchte der Naturforscher William Bartram aus Philadelphia Ahaya in Cuscowilla. Er wurde von den Alachua mit einem großen Fest geehrt. Als Bertram erklärte, er sei am Studium der lokalen Pflanzen und Tiere interessiert, war Cowkeeper amüsiert. Er bezeichnete die amerikanischen Naturwissenschaftler als „Blumenjäger“. Er gab ihm jedoch die Erlaubnis, sein Land zu erforschen.
Als im Jahr 1783 Florida wieder unter spanische Herrschaft kam, sah Ahaya eine Chance, hundert Spanier zu töten. Er organisierte einen Angriff auf San Augustín, erkrankte jedoch. Als er sein Ende nahen sah, versammelte er seine Söhne Payne und Bowlegs um sich. Er bekannte, dass er nur sechsundachtzig Spanier getötet habe und ersuchte seine Söhne, die restlichen vierzehn Spanier in seinem Namen zu töten.
Literatur
- Lars Andersen: Paynes Prairie. A History of the Great Savanna. Pineapple Press, Sarasota 2001.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| — | Oberster Häuptling der Seminolen ?–1783 | King Payne |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cowkeeper |
| ALTERNATIVNAMEN | Ahaya |
| KURZBESCHREIBUNG | Seminolen-Häuptling |
| GEBURTSDATUM | 1710 |
| STERBEDATUM | 1783 |