Ecuador-Kleinohrspitzmaus
Art der Gattung Kleinohrspitzmäuse (Cryptotis)
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Die Ecuador-Kleinohrspitzmaus (Cryptotis equatoris) ist ein in den Anden von Ecuador endemisches Säugetier in der Gattung der Kleinohrspitzmäuse. Sie zählt zu einer Artengruppe, die nach Cryptotis thomasi benannt ist. Das Typusexemplar stammt aus der Umgebung von Guaranda.[1]
| Ecuador-Kleinohrspitzmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cryptotis equatoris | ||||||||||||
| (Thomas, 1912) |

Merkmale
Für diesen mittelgroßen Gattungsvertreter sind eine Kopf-Rumpf-Länge von 56 bis 81 mm, eine Schwanzlänge von 29 bis 34 mm, Hinterfüße von 12 bis 15 mm Länge und ein Gewicht von 6 bis 10 g registriert. Dabei ist der Schwanz im Verhältnis zum Körper deutlich länger als bei Cryptotis osgoodi, die früher noch als Unterart dieser Art galt. Das Tier trägt schwarzbraunes Fell, das unterseits etwas heller ist. Im Vergleich zu nahe verwandten Spitzmäusen sind die Füße schmal und die Krallen sind lang und zugespitzt. Auf dem braunen Schwanz sind kurze Haare verteilt. Typisch für den Kopf sind winzige Augen und Ohren, die fast vollständig im Fell versteckt sind. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen vier einspitzige Zähne. Dabei ist der vierte für die Artengruppe recht groß, auch wenn er bei Cryptotis osgoodi noch größer ist. Die Zähne tragen rotes Zahnschmelz.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Das Verbreitungsgebiet deckt ungefähr die nördliche Hälfte der Andenregion Ecuadors. Das Tier hält sich in 1675 bis 4050 Meter Höhe auf. Es bewohnt die Hochlandsteppe Páramo und feuchte Bergwälder. Manchmal werden Landwirtschaftsflächen besucht. Zur Nahrung, zur Fortpflanzung und zum sozialen Verhalten ist nichts bekannt.[3][2]