Mam-Kleinohrspitzmaus
Art der Gattung Kleinohrspitzmäuse (Cryptotis)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Mam-Kleinohrspitzmaus (Cryptotis mam) ist ein im Gebirge Sierra de los Cuchumatanes in Guatemala endemisches Säugetier in der Gattung der Kleinohrspitzmäuse. Laut einer Studie bildet sie zusammen mit Cryptotis goodwini eine Entwicklungslinie, welche die Schwestergruppe von Cryptotis oreoryctes ist.[1]
| Mam-Kleinohrspitzmaus | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Museumsexemplar | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cryptotis mam | ||||||||||||
| Woodman, 2010 |
Merkmale
Dieser mittelgroße bis große Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 64 bis 81 mm, eine Schwanzlänge von 22 bis 32 mm und ein Gewicht von 7 bis 11 g. Die Hinterfüße sind 11 bis 16 mm lang. Oberseits sind die Haare an der Wurzel silbrig, in der Mitte hellbraun und an den Spitzen dunkelbraun, wobei nur die Spitzen sichtbar sind. Die Unterseite ist mit orangebraunem Fell bedeckt. An den Zehen der Füße befinden sich lange und breite Krallen. Der dunkelbraune Schwanz trägt kurze Haare. Typisch sind winzige Augen und kleine Ohren, die nur wenig aus dem Fell ragen. Neben den oberen Schneidezähnen liegen je vier einspitzige Zähne. Die Zähne haben rotes Zahnschmelz.[1]
Verbreitung und Lebensweise
Bis 2016 waren Funde aus dem Departamento Huehuetenango bekannt und vermutlich werden angrenzende Bereiche von Quiché erreicht. Das Tier lebt auf 2750 bis 3350 Meter Höhe. Es hält sich in feuchten Bergwäldern mit Zypressen, Tannen und Kiefern auf. Die Nahrung besteht überwiegend aus Regenwürmern und anderen Würmern im Erdreich, die durch Insekten wie Käfer und mit Pflanzenteilen komplettiert werden. Pilzspuren, die im Magen festgestellt wurden, könnten auch zufällig aufgenommen worden sein. Aus dem Juli ist ein Weibchen mit aktiven Zitzen bekannt.[2][1]