Zahnkärpflinge

Ordnung der Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii) From Wikipedia, the free encyclopedia

Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) sind eine Ordnung der Echten Knochenfische. Die im Süß- und Brackwasser vorkommenden Fische bleiben für gewöhnlich bei einer Länge von weniger als 20 Zentimeter und leben weltweit in tropischen und subtropischen Gewässern. Viele Zahnkärpflinge sind wegen ihrer großen Farbenpracht und Anpassungsfähigkeit beliebte Zierfische.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Zahnkärpflinge

Pachypanchax omalonotus

Systematik
Acanthomorphata
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ovalentaria
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorphae)
Ordnung: Zahnkärpflinge
Wissenschaftlicher Name
Cyprinodontiformes
Berg, 1940
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Merkmale

Der Körper der Zahnkärpflinge ist in den meisten Fällen mit Rundschuppen bedeckt. Die Seitenlinie ist zu einer Reihe von Sinnesgruben reduziert. Die Brustflossen sitzen hoch an, die Bauchflossen sind brust- oder bauchständig. Die Schwanzflosse ist abgerundet oder schließt gerade ab. Das Schwanzflossenskelett ist symmetrisch und hat ein Epurale, ein länglicher, freistehender Knochen. Das erste Postcleithrum, ein Deckknochen des Schultergürtels, ist schuppenartig, ein Supracleithrum ist immer vorhanden. Der Rand des vorstülpbaren Oberkiefers wird nur durch die Prämaxillare gebildet. Das Pflugscharbein (Vomer) ist normalerweise vorhanden. Das Ectopterygoid fehlt immer, das Metapterygoid in den meisten Fällen. Beides sind Flügelbeinknochen der Fische. Die Anzahl der Wirbel beträgt 24 bis 54, die Anzahl der Branchiostegalstrahlen liegt bei 3 bis 7. Viele Arten der Zahnkärpflinge zeigen einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus, mit leuchtend bunten Männchen.[1]

Systematik

Zur Ordnung der Zahnkärpflinge gehören 17 Familien, 148 Gattungen und etwa 1470 Arten. Im Folgenden wird die innere Systematik der Zahnkärpflinge aus Fishes of the World,[1] einem Standardwerk zur Fischsystematik, mit Ergänzungen nach Freyhof et al.[2] und Bragança et al.,[3] und ein Kladogramm dargestellt. Bisherige phylogenetische Untersuchungen kamen meistens zu etwas unterschiedlichen Ergebnissen.[4][5][3][6][7] In den wenigen Punkten, in denen es keine Einigkeit über die verwandtschaftlichen Beziehungen gibt, zeigt das nachfolgende Kladogramm immer den aus biogeographischer Sicht wahrscheinlichsten Fall.

Weitere Informationen Die Systematik der Zahnkärpflinge ...
Die Systematik der Zahnkärpflinge Phylogenie der Zahnkärpflinge[4][5][3][6][7]
 Cyprinodontiformes  
 Aplocheiloidei 

Kenyaichthyidae (Kenia)


   

Aplocheilidae (Orientalis, Madagassis)


   

Nothobranchiidae (Afrika)


   

Rivulidae (Neotropis)





 Cyprinodontoidei 
 Pantanodontoidea 

Pantanodontidae (Ostafrika, Madagaskar)


 Cyprinodontoidea 

Cubanichthyidae (Kuba, Jamaika, Kolumbien)


   



Fundulidae (Nord- und Mittelamerika)


   

Cyprinodontidae (Nord- und Mittelamerika)



   

Goodeidae (Nord- und Mittelamerika)


   

Profundulidae (Mittelamerika)




   


Orestiidae (Anden)


   

Fluviphylacidae (Südamerika)



   


Anablepidae (Mittel- und Südamerika)


   

Poeciliidae (Amerika)



   

Procatopodidae (Afrika)


   

Aphaniidae (Europa, Vorderasien, Nordafrika)


   

Valenciidae (Europa)










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Literatur

  • Kurt Fiedler: Lehrbuch der Speziellen Zoologie. Band II, Teil 2: Fische. Gustav Fischer Verlag, Jena 1991, ISBN 3-334-00339-6.

Einzelnachweise

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