Dún Laoghaire
irische Hafenstadt ca. 10 km südlich von Dublin
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Dún Laoghaire [] oder [] – (englisch „Dun Liery“ gesprochen) – ist eine irische Hafenstadt, die ca. 10 km südlich des Zentrums von Dublin liegt.
| Dún Laoghaire Dún Laoghaire | ||
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| Koordinaten | 53° 17′ 40″ N, 6° 8′ 2″ W | |
| Symbole | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat | Irland | |
| Provinz | Leinster | |
| Grafschaft | Dún Laoghaire-Rathdown | |
| ISO 3166-2 | IE-L | |
| Höhe | 24 m | |
| Fläche | 6,2 km² | |
| Einwohner | 31.239 (2022[1]) | |
| Dichte | 5.008,7 Ew./km² | |
| Postleitzahl | A96 | |
| Telefonvorwahl | +353 (0) 1 | |
| Website | www.dunlaoghairetown.ie (englisch) | |
Silhouette von Dún Laoghaire. Der rechte Kirchturm gehört zur Mariners’ Church, die heute Irlands nationales maritimes Museum beherbergt. | ||
Die Stadt, die von 1821 bis 1921 Kingstown hieß, ist Verwaltungssitz des im Süden von Dublin gelegenen County Dún Laoghaire-Rathdown. Attraktionen vor Ort sind unter anderem das National Maritime Museum of Ireland, der James Joyce Tower, die Hafenpromenade auf dem Ostpier und die von Lilly Lynch ausgemalte Kapelle im Dominikanerinnenkloster The Oratory of the Sacred Heart.[2]
Der Hafen von Dún Laoghaire hat eine hohe Bedeutung für Einfuhr und Ausfuhr Irlands. Als Fährhafen hat er nach zwei Jahrhunderten seit April 2015 ausgedient.
Es existieren Städtepartnerschaften mit Brest und Anglesey in Wales.
Bevölkerung
Für Dún Laoghaire sind bei der Volkszählung 2022 die Ergebnisse für die elf Electoral Divisions (ED): Glenageary, Sallynoggin East, Sallynoggin West, Sallynoggin South, Sandycove, Glasthule, Monkstown Farm, Mount Town, Salthill, Dún Laoghaire West Central und Dún Laoghaire East Central jeweils einzeln ausgewiesen. Insgesamt hatte Dún Laoghaire 31.239 Einwohner.[1]
Geschichte
Der Ort geht auf einen Dún, einen umwallten Platz, zurück, den der mythische irische König Laoghaire (König Lear#Literarische Vorlagen und sozio-kulturelle Bezüge) im 5. Jahrhundert eingerichtet haben soll. Der englische Name war Dunleary, was phonetisch etwa der Aussprache des wieder umbenannten heutigen irischen Ortsnamens entspricht.
Nach der mit dem Act of Union 1800 erfolgten Vereinigung von Großbritannien und Irland zum Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland wurde zunächst Howth zum Haupthafen von Dublin ausgebaut, das wegen der Sandbänke in der Mündung der Liffey schwer zu erreichen war.[3] Da auch Howth unter Versandung litt, erweiterte man den Hafen von Dún Laoghaire zum Haupthafen von Dublin. Zu Ehren des Besuchs von König Georg IV. wurde Dún Laoghaire im Jahr 1821 in Kingstown umbenannt. Es entwickelte sich zu einem noblen Vorort Dublins. Hier residierte die Ascendancy, die englische Oberschicht, die die Küstenstadt zu einem eleganten Badeort mit prachtvollen Villen ausbauen ließ. Der Dolmen von Brenanstown (auch Glendruid oder Druids Altar genannt) liegt in einer Senke, unweit der Brenanstown Road, im Tal von Glen Druide, etwa 1,7 km südlich von Cabinteely
James Joyce Tower

Der James Joyce Tower im Ortsteil Sandycove ist wohl der berühmteste Martello-Turm an der irischen Küste. Er wurde, wie alle anderen Türme diese Art, ab 1804 nach dem Vorbild der korsischen Genuesertürme errichtet.
Berühmtheit erlangte der Turm durch den Schriftsteller James Joyce, der hier 1904 eine Woche lang bei dem Medizinstudenten Oliver St. John Gogarty wohnte. Die Geschehnisse in dem Turm verarbeitete Joyce in seinem Roman Ulysses und ließ die Tagesreise des Romanhelden Stephen Dedalus hier beginnen. Der Turm beherbergt seit 1962 ein Joyce-Museum. Der Bloomsday wird an mehreren Orten der Stadt begangen.
Unterhalb des Turms befindet sich die legendäre Badestelle Forty Foot mit ihren in den Fels gehauenen Stufen, die in die Irische See führen. Ursprünglich wurde Forty Foot als Nacktbadestelle for gentlemen only ausgewiesen. An die FKK-Pflicht wird sich heute allerdings nicht mehr streng gehalten.
Söhne und Töchter der Stadt
- Sarah Purser (1848–1943), Malerin und Kunstförderin
- Arthur Samuels (1852–1925), Jurist und Politiker
- Henry De Vere Stacpoole (1863–1951), Schriftsteller
- Desmond A. Williams (1930–2006), Weihbischof in Dublin
- Ronnie Drew (1934–2008), Musiker und Erzähler
- Seán Barrett (1944–2026), Politiker
- Fergus Slattery (1949–2026), Rugbyspieler
- Bob Geldof (* 1951), Musiker und Aktivist
- Tony Adams (1953–2005), Produzent
- Victor Boyhan (* 1961), Politiker
- Jamie O’Neill (* 1962), Schriftsteller und Journalist
Literatur
- Peter Harbison: Guide to the National and Historic Monuments of Ireland. Gill and Macmillan, Dublin 1992, ISBN 0-7171-1956-4, S. 270 Joyce Tower


