Daniel Krüger

deutscher katholischer Geistlicher, Schulmann und Theologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Krüger war Sohn eines evangelischen Schneiders. Er absolvierte das Evangelische Elisabet-Gymnasium in Breslau und trat dann zum römisch-katholischen Glauben über. Nach dem Studium der katholischen Theologie an der Universität Breslau empfing er 1788 die Priesterweihe. Nach kurzer Zeit als Kaplan in Freiburg in Schlesien wurde er vom Generalvikariat als Hauskaplan und Hauslehrer in die Familie von Strachwitz abgeordnet, in der er über zehn Jahre wirkte.

1798 wurde Krüger durch den Breslauer Fürstbischof Joseph Christian Franz zu Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein zum Direktor des Breslauer Lehrerseminars ernannt. Dieses Amt bekleidete er bis 1830. Zugleich wurde er Inspektor der Breslauer Elementarschulen in Breslau und blieb es bis 1824. 1810 wurde er daneben vom Fürstbischof zum Domprediger am Breslauer Dom ernannt, ein Amt, das er bis 1832 innehatte, 1812 außerdem zum Domherrn am Breslauer Dom. Zudem war er von 1798 bis 1833 Katechet an der Domschule.

Krüger war seit seiner Zeit als Kaplan schriftstellerisch tätig. Neben seinen Monographien gab er mit dem Direktor des Evangelischen Lehrerseminars, Wilhelm Harnisch, zwischen 1815 und 1820 die Zeitschrift Erziehungs- und Schulrath heraus.

Krüger erhielt 1803 von der Universität Breslau die philosophische und 1816 die theologische Ehrendoktorwürde.

Werke (Auswahl)

  • Predigtentwürfe auf alle Sonntage und auf die vornehmsten Feste, die das Jahr hindurch in der katholischen Kirche gefeiert werden, Breslau 1798.
  • Predigten, 3 Bände, Verlag des Kunst- und Industrie-Comptoirs, Breslau 1810–1813.
  • Ueber Volksschulen und Elementarunterricht, Breslau 1817.
  • Andenken an die Christenlehren: zur Wiederholung des empfangenen Religions-Unterrichts, 2. Auflage, Korn, Breslau 1826.
  • Andachtbuch für die Gebildeten unter den Katholischen des weiblichen Geschlechts, 2. Auflage, Max, Breslau 1830.

Literatur

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