Dominika Švarc Pipan
slowenische Politikerin
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Dominika Švarc Pipan (* 9. Juli 1978 in Slovenj Gradec als Dominika Švarc) ist eine slowenische Politikerin. Von 2022 bis 2024 war sie Justizministerin im Kabinett Golob.

Werdegang
Švarc Pipan wuchs in Dravograd auf und studierte nach ihrem Schulabschluss 1997 Rechtswissenschaften an der Universität Ljubljana. Dort machte sie 2003 ihren Abschluss. Ab 2004 studierte sie Politikwissenschaften an der London School of Economics und erwarb hier im folgenden Jahr einen Masterabschluss. Anschließend kehrte sie an die Universität Ljubljana zurück, wo sie im Jahr 2011 zur Dr. iur. promoviert wurde.
In der Folge war sie in verschiedenen Stellungen tätig; unter anderem lehrte sie bereits ab 2007 am NATO-Zentrum für Terrorabwehr in Ankara und an der Amerikanischen Universität in Bosnien und Herzegowina. Sie arbeitete mit dem Institut für Sicherheits- und Entwicklungspolitik in Stockholm zusammen und war Vizepräsidentin des Adriatischen Rates. Außerdem war sie ab 2010 als Staatsanwältin am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag tätig.
Bei der Parlamentswahl in Slowenien 2018 kandidierte sie für die Sozialdemokraten im Wahlkreis Radlje ob Dravi, konnte aber nur den zweiten Platz im Wahlkreis erringen. Von September 2018 bis März 2020 war sie Staatssekretärin im slowenischen Justizministerium und wurde am 10. Oktober 2020 zur Vizepräsidentin der sozialdemokratischen Partei gewählt. Bei der Parlamenteswahl 2022 scheiterte sie erneut mit dem Versuch, ins Parlament einzuziehen. Am 1. Juni 2022 wurde Švarc Pipan von Premierminister Robert Golob als Justizministerin in dessen Kabinett berufen.[1] In dieser Funktion setzte sie sich vor allem für die bessere Ausstattung der Justizbehörden und effektivere Arbeitsabläufe ein.[2] Auf internationaler Ebene engagierte sie sich für eine neue Konvention zur internationalen Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und anderer internationaler Kernverbrechen und unterstützte die Ukraine beim russischen Überfall.[3] Im Februar 2024 trat sie im Zuge der sogenannten Litijska-Affäre, einem angeblich überteuerten Ankauf eines neuen Gerichtsgebäudes in Ljubljana, von ihrem Amt als Justizministerin zurück.[4] Am 12. Februar 2024 war sie auch aus der sozialdemokratischen Partei ausgetreten.[5]
Nach ihrem Rückzug aus der Politik gründete Švarc Pipan ein Rechts- und Unternehmensberatungsunternehmen, das sie in der Folge leitete.[6]
Švarc Pipan heiratete 2017 und ist Mutter einer 2020 geborenen Tochter.[7]
Weblinks
- Dominika Švarc Pipan auf zvezoskop.si