Droege Group
Beratungs- und Investmentunternehmen
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Die Droege Group AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein 1988 von Walter P. J. Droege gegründetes Beratungs- und Investmentunternehmen. Sie tätigt Direktinvestitionen in Konzerntöchter und mittelständische Unternehmen und verbindet dies oft mit Beratungsdienstleistungen.
| Droege Group | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1988 |
| Sitz | Düsseldorf, |
| Leitung | Ernest-W. Droege (Vorstandsvorsitzender)
Walter P. J. Droege (Gründer und Vorstand) |
| Mitarbeiterzahl | 49.600 (2015)[1] |
| Umsatz | 9,2 Mrd. EUR (2015)[1] |
| Branche | Unternehmensberatung, Unternehmensbeteiligung |
| Website | www.droege-group.com |
Geschichte
Im Jahr 1988 gründete Walter P. J. Droege das Unternehmen als Beratungsunternehmen in Düsseldorf.[2]
Die Droege Group hält Mehrheitsbeteiligungen an der Also Holding,[3] Orbisana Healthcare, über die Gesellschaften Weltbild D2C Group und Special Multi-Channel Holding[4] Trenkwalder International[2] und an HAL Allergy.[5]
2011 erwarb Droege den größten österreichischen Personaldienstleister Trenkwalder mit rund 35.000 Mitarbeitern in Nachfolge des Gründers Richard Trenkwalder[6] und 2012 die Sanitätshaus-Gruppe Zieger in Dortmund.[7] 2014 übernahm sie den Medizintechnik-Hersteller Hoffrichter in Schwerin[8] und die auf Orthopädie- und Rehatechnik sowie Home-Care spezialisierte Nicolai-Vital-Resort GmbH.[9] Das 2013 erworbene Unternehmen Höft & Wessel (Hannover, Deutschland) wurde 2016 wieder verkauft.[10] Den Schweizer IT-Großhandels- und Logistikkonzern Also-Actebis vergrößerte man mit 51,3 % Aktienanteilen durch weitere Zukäufe.
Im Oktober 2014 übernahm die Droege Group die Mehrheit an der insolventen Verlagsgruppe Weltbild,[11] 2017 wurden auch die restlichen Anteile erworben.[12] Das Unternehmen meldete im Mai 2024 Insolvenz an.[13]
Im September 2014 startete Droege ein Wagniskapital-Programm für junge Unternehmen aus Branchen, in denen die Gruppe schon aktiv ist.[14]
Seit 2018 leiten Walter P. J. Droege (Vorstand) und Ernest-W. Droege (Vorstandsvorsitzender) das Unternehmen.[15]
Kritik
Im Jahr 2000 wurde an der Droege Group die Kritik laut, durch die Verbindung von Beratungs- und Beteiligungsgeschäft entstünden Interessenkonflikte und es sei möglich, durch Lenkung von Beratungsaufträgen an das eigene Unternehmen größeren Einfluss auf fremde Unternehmen auszuüben als andere Gesellschafter; als Beispiel diente Klöckner & Co.[16][17]
Nach der Pleite des Buchhändlers Weltbild kritisierte ein Betriebsrat, dass Droege ohne Strategie viele artfremde Beteiligungen aufgekauft hätte. Auch wurde kritisiert, dass seit der Übernahme 2014 keine Umstrukturierung erfolgte.[13]
