Dysprosium(III)-oxid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Dysprosium(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Dysprosium(III)-oxid
_ Dy3+ 0 _ O2−
Allgemeines
Name Dysprosium(III)-oxid
Andere Namen

Dysprosia

Verhältnisformel Dy2O3
Kurzbeschreibung

weißes, leicht hygroskopisches Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1308-87-8
EG-Nummer 215-164-0
ECHA-InfoCard 100.013.786
PubChem 159370
Wikidata Q420191
Eigenschaften
Molare Masse 373,00 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

7,81 g·cm−3 (25 °C)[2]

Schmelzpunkt

2310 °C[1]

Siedepunkt

3900 °C[3]

Löslichkeit
  • nahezu unlöslich in Wasser[4]
  • löslich in Säuren[3]
Brechungsindex

1,9757[5]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Toxikologische Daten

>5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Geschichte

Im Jahr 1878 wurden Erbiumerze entdeckt, die neben diesem auch Holmium- und Thulium(III)-oxid enthielten. Der französische Chemiker Paul Émile Lecoq de Boisbaudran konnte während der Arbeit mit Holmium(III)-oxid im Jahre 1886 in Paris noch Dysprosium(III)-oxid isolieren und entdeckte damit das Element Dysprosium.[6]

Gewinnung und Darstellung

Dysprosium(III)-oxid kann durch Verbrennung von Dysprosium an Luft gewonnen werden.[7]

Eigenschaften

Dysprosium(III)-oxid

Dysprosium(III)-oxid ist ein weißes, leicht hygroskopisches Pulver[1], das unlöslich in Wasser[4] und stark magnetisch[7] ist. Es besitzt eine kubische Kristallstruktur.[8] Es reagiert mit Säuren unter Kationenbildung, welche ihrerseits in Wasser schwach sauer reagieren.[9]

Verwendung

Dysprosium(III)-oxid wird für spezielle Zwecke in Glas, Leuchtstoffen, Lasern und Halogen-Metalldampflampen eingesetzt. Es wird weiterhin in Cermets für Kernreaktor-Steuerstäbe verwendet.[1] Als Dotierungsmittel für Bariumtitanat-Kondensatoren wird es für kleine Kondensatoren hoher Kapazität eingesetzt.[10] Aufgrund seiner magnetischen Eigenschaften ist es für Motoren und Generatoren interessant.[11]

Einzelnachweise

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