Département Forêts

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Das Département Forêts (Wälderdepartement) wurde nach der Besitzergreifung der Österreichischen Niederlande durch Frankreich als eines der neun belgischen Departements gebildet.[1] Es entstand am 1. Oktober 1795[1] und bestand im ersten französischen Kaiserreich Napoléons I. weiter. Zuvor war es Teil des Herzogtums Luxemburg und des Herzogtums Bouillon.

Landkarte der Départements in der heutigen Benelux-Region

Das Gebiet umfasste Teile des heutigen Belgiens, Luxemburgs und Deutschlands. Die Hauptstadt des Departements war Luxemburg. Der Name stammt von den Wäldern der Ardennen.

Nach dem Sieg über Napoléon wurde das Departement zunächst unter die provisorische Verwaltung des Generalgouvernements Mittelrhein (März bis Juni 1814), danach des Generalgouvernements Nieder- und Mittelrhein gestellt.[2] Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress (1815) wurde das Gebiet auf das Vereinigte Königreich der Niederlande und das Königreich Preußen aufgeteilt.

Verwaltungsgliederung

Das Departement war in vier Arrondissements, 27 Kantone und 383 Gemeinden unterteilt:[3]

  • Arrondissement Luxemburg (Luxembourg), Kantone: Arlon, Bettemburg, Betzdorf, Grevenmacher, Luxemburg, Mersch, Messancy und Remich (Arlon und Messancy gehören heute zu Belgien, die anderen zu Luxemburg).
  • Arrondissement Bitburg (Bitbourg), Kantone Arzfeld, Bitburg, Dudeldorf, Echternach und Neuerburg (der westliche Teil des Kantons Echternach gehört heute zu Luxemburg, der östliche und die anderen Kantone zu Deutschland).
  • Arrondissement Diekirch, Kantone: Clervaux, Diekirch, Ospern, Vianden und Wiltz (gehören heute alle zu Luxemburg, Teile des Kantons Vianden zu Deutschland)
  • Arrondissement Neufchâteau, Kantone: Bastogne, Étalle, Fauvillers, Florenville, Houffalize, Neufchâteau, Paliseul, Sibrét und Virton (gehören heute alle zu Belgien).

Während der provisorischen Verwaltung wurden die Arrondissements in „Kreise“ bzw. „Cercles“ umbenannt.

Siehe auch

Literatur

  • Alfred Lefort: Histoire du Département des Forêts. Band I. Alphonse Picard & Fils, Paris und Luxembourg 1905 (französisch).
  • Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Großen im Jahre 1812. Ein Geographisch-Historisches-Handbuch, Erste Abtheilung. Johann Gottfried Kißling, Osnabrück 1813, S. 234 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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