Europäischer Gewerkschaftsverband für den Öffentlichen Dienst

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Der Europäische Gewerkschaftsverband für den Öffentlichen Dienst (EGÖD), engl. European Federation of Public Service Unions (EPSU) ist ein Europäischer Gewerkschaftsverband mit Sitz in Brüssel. Er vertritt 8 Millionen Mitglieder in etwa 270 Gewerkschaften in 49 Ländern.[1] Der im Jahr 1978 gegründete EGÖD ist die europäische Regionalstruktur der Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD) / Public Services International (PSI) und Mitglied des Europäischen Gewerkschaftsbundes.

Carola Fischbach-Pyttel Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsverbandes für den Öffentlichen Dienst von 1996 bis 2014

Fachbereiche

  • Gesundheit und Soziale Dienste
  • Kommunal- und Regionalverwaltungen
  • Bundes-/Zentralverwaltungen / Europäische Behörden
  • Ver- und Entsorgung

Ausschüsse

  • Frauen- und Chancengleichheit
  • Jugend

Arbeitsgruppen Feuerwehr, Strafvollzug, Soziale Dienste, aber auch themenbezogen: internationale Handelsabkommen

Europäische Betriebsräte z. B. bei Engie, Veolia, Capio, Falck

Funktionsweise und Themenschwerpunkte

  • Vertretung gegenüber europäischen Institutionen durch Gespräche, Redeauftrite, Teilnahme an formalen Konsultationen
  • Lobbying, z. B. Neuordnung der öffentlichen Vertragvergabe 2014
  • Kampagnen, z. B. Verteidigung von Gewerkschaftsrechten in der Türkei, Steuergerechtigkeit
  • Europäische Bürgerinitiative "Recht auf Wasser"
  • sozialer Ungleichheit in Europa
  • Digitalisierung der Arbeitswelt und der Klimawandel
  • Vernetzung, um stärkere Durchsetzung zu erreichen

Präsidentin des EGÖD ist Mette Nord, Generalsekretär ist Jan Willem Goudriaan.[2] Sekretariat in Brüssel mit 19 hauptamtlichen Beschäftigten, darüber hinaus Regionalbüros in Moskau, Bukarest, Kiew und Prag.

EGÖD-Kongresse finden alle fünf Jahre statt, der letzte vom 4. bis 7. Juni 2019 war in Dublin. Neu zur EGÖD-Präsidentin gewählt wurde die Norwegerin Mette Nord. Die 60-Jährige ist die Präsidentin der Gewerkschaft Fagforbundet mit über 367000 Mitgliedern. Nord löst Isolde Kunkel-Weber ab.[3]

Mitgliedsgewerkschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Mitgliedsorganisationen sind[4]

Literatur

  • Carola Fischbach-Pyttel: Building the European Federation of Public Service Unions: the history of EPSU (1978–2016). Brüssel 2017, ISBN 978-2-87452-452-3, online, (englisch).
  • Hans-Wolfgang Platzer, Torsten Müller: Die globalen und europäischen Gewerkschaftsverbände: Handbuch und Analysen zur transnationalen Gewerkschaftspolitik. Ed. Sigma, Berlin 2009, Halbbd. 2, Inhaltsverzeichnis, dort insbes. S. 629–654.

Einzelnachweise

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