Ella Gabri

Theaterschauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ella Gabri (* 17. Mai 1872 in Minden; † nach 1939) war eine deutsche Theaterschauspielerin.

Leben

Ella Gabri besuchte die Schule in ihrer Geburtsstadt Minden. Danach wurde sie von Marie Seebach in Berlin unterrichtet. Sie begann ihre schauspielerische Laufbahn 1886 in Bromberg, setzte dieselbe 1887 in Breslau (Lobetheater) fort, kam 1888 ans Hoftheater Altenburg, wo sie drei Jahre verblieb, wirkte 1892 und 1893 am Hoftheater Coburg, von 1894 bis 1897 am Theater des Westens in Berlin, und trat 1898 in den Verband des Stadttheaters in Breslau. Zudem gab sie Sommergastspiele in Prag.

Gabri war eine Darstellerin von reicher Veranlagung und hatte sich an der Wiedergabe moderner Stücke erfolgreich beteiligt. Herbe, selbstbewusste Frauengestalten fanden in ihr eine vortreffliche Repräsentantin.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wirkte Ella Gabri an mehreren hauptstädtischen Bühnen, darunter das Neue Theater und das Lessingtheater. 1910 kam die Künstlerin von Berlin nach Dessau, um am Herzoglichen Hoftheater aufzutreten, wo sie 1914 zur Herzoglichen Hofschauspielerin ernannt wurde. Dieser Spielstätte blieb sie auch nach dem Ersten Weltkrieg, als die Bühne in Friedrich-Theater umbenannt wurde, viele Jahre lang treu. Zu ihren Rollen in Dessau gehörten unter anderem Frau Marthe in Der zerbrochne Krug (1918/19), Aase in Peer Gynt (1922/23), Regine in Der keusche Lebemann (1924/25), Frau Brametzberger in Das Dreimäderlhaus (1930/31) und Frau Miller in Kabale und Liebe (1934/35). Erst 1938 verließ die betagte Schauspielerin das Ensemble und ging in den Ruhestand. Ella Gabris Spur verliert sich in der Frühzeit des Zweiten Weltkriegs.

Literatur

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