Emile Snyder

US-amerikanischer Afrikanist, Literaturwissenschaftler, Hochschullehrer, Übersetzer und Lyriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Snyder wuchs in Paris auf und absolvierte an der Pariser Oper eine Ballettausbildung. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht flüchtete er über Lissabon in die USA. Dort trat er in die US Navy ein und nahm als Besatzungsmitglied des Zerstörers und Minensuchers U.S.S. Forrest an der Landung auf Okinawa teil. Nach der Rückkehr in die USA wurde er Solotänzer in der Ballet Repertory Company in New York.

Nach dem Ausscheiden aus der Ballettkompagnie besuchte er bis 1949 die New Yorker Adelphi University und studierte vergleichende Literaturwissenschaft an der Harvard University (M. A. 1952) und französische Literatur an der University of California, Los Angeles (Ph. D. 1962). Er gehörte neben Archibald Campbell Jordan und Lyndon Harries zu den ersten Mitgliedern des Fachbereichs Afrikanische Sprachen und Literatur an der University of Wisconsin-Madison, dessen hauptamtlicher Leiter er 1965 war. Von 1967 bis 1969 unterrichtete er an der University of Dar es Salaam und bereiste verschiedene Teile Afrikas. Bis zu seiner Emeritierung 1990 unterrichtete er vergleichende Literaturwissenschaft an der Indiana University Bloomington. Er war Präsident der African Literature Association (ALA) und Mitglied der African Studies Association (ASA).

Er veröffentlichte zwischen 1973 und 1988 vier Gedichtbände in französischer Sprache. Zu seinen frühen Publikationen zählen Übersetzungen von Gedichten René Chars und Eugène Guillevics. In seinen späten Jahren übersetzte er Dichtungen Aimé Césaires, darunter das Poem Cahier d’un retour au pays natal ins Englische. Die Ohio University ehrte ihn mit der Einrichtung des Emile Snyder Scholarship Fund for Young Poets.

Quellen

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