Schildkrötenköpfige Seeschlangen
Schlangengattung
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Emydocephalus ist eine Schlangengattung aus der Unterfamilie der Seeschlangen (Hydrophiinae) innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae). Unter diesen gilt sie als einzige Gattung als nicht giftig.[1]
| Schildkrötenköpfige Seeschlangen | ||||||||||||
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Japanische Schildkrötenkopf-Seeschlange (Emydocephalus ijimae) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Emydocephalus | ||||||||||||
| Krefft, 1869 |
Merkmale und Lebensweise
Die Seeschlangen haben eine Gesamtlänge von 70–120 cm. Hinter ihren sehr kleinen Giftzähnen sind keine Oberkieferzähne vorhanden. Am Körper sind die Schuppen in 15 bis 19 Längsreihen angeordnet. Die Schlangen sind als Seeschlangen aquatisch, sie sind lebendgebärend (vivipar) und ihre bevorzugte Beute ist Fischlaich.[2][3] Namensgebend ist der kurze und stumpfe Kopf.
Verbreitungsgebiet und Gefährdungsstatus
Die Schlangen der Gattung sind von Südostasien bis Australien verbreitet. Die Arten Emydocephalus annulatus und Emydocephalus ijimae sind von der IUCN als nicht gefährdet („Least Concern“) eingestuft.
Systematik
Gattung und Typusart wurden 1869 von dem australischen Herpetologen Johann Ludwig Gerard Krefft erstbeschrieben. Ihr werden 3 Arten zugeordnet, die im Folgenden nach Taxon sortiert aufgelistet sind (Stand November 2023):[4]
| Taxon | Trivialname | Erstbeschreibung | Verbreitungsgebiet | IUCN |
|---|---|---|---|---|
| Emydocephalus annulatus | Eierfressende Seeschlange | Krefft, 1869[5] | Timor, Neukaledonien, Vietnam, Philippinen, Australien (Northern Territory, Queensland, Western Australia, New South Wales) | 2010 |
| Emydocephalus ijimae | Japanische Schildkrötenkopf-Seeschlange | Stejneger, 1898[6] | China, Taiwan, Japan (Ryūkyū-Inseln) | 2010 |
| Emydocephalus orarius | Nankivell, Goiran, Hourston, Shine, Rasmussen, Thomson & Sanders, 2020 | Australien (Western Australia) | ||
Literatur
- V. Kukoschek, H. Heatwole, A. Grech, G. Burns, H. Marsh: Distribution of two species of sea snakes, Aipysurus laevis and Emydocephalus annulatus, in the southern Great Barrier Reef: metapopulation dynamics, marine protected areas and conservation. In: Coral Reefs. Band 26, Nr. 2, 2007, S. 291–307. (link.springer.com)
- A. E. Leviton, R. M. Brown, C. D. Siler: The dangerously venomous snakes of the Philippine Archipelago. In: G. C. Williams, T. M. Gosliner (Hrsg.): The Coral Triangle: The 2011 Hearst Biodiversity Philippine Expedition. California Academy of Sciences, 2014, S. 473–530.
- Gen Masunaga, Hidetoshi Ota: Natural history of the sea snake, Emydocephalus ijimae in the central Ryukys. In: Japanese Journal of Herpetology. Band 15, Nr. 4, 1994, S. 144.