En Passant – Ortszeit München
Film von Thomas Koerner (2001)
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En Passant – Ortszeit München ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahre 2001 über Menschen, die in der Stadt München leben und arbeiten. Regisseur Thomas Koerner verknüpft den städtischen Alltag mit den Lebensentwürfen einiger Einwohner.
| Film | |
| Titel | En Passant – Ortszeit München |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 89 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Thomas Koerner |
| Drehbuch | Thomas Koerner, Hans Albrecht Lusznat |
| Produktion | Hans Albrecht Lusznat |
| Musik | Otto Lechner, Max Nagl |
| Kamera | Hans Albrecht Lusznat |
| Schnitt | Thomas Balkenhol |
| Besetzung | |
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Synopsis
Eingebettet in einen Tagesablauf der Stadt trifft man auf unterschiedliche Personen in verschiedenen Berufen, die über ihre Arbeit, über ihren Lebensentwurf und die durchlebte Zeit philosophieren. Was kann man mit der Zeit nicht alles machen! Sie stehlen und stellen, ihr hinterherrennen, sie totschlagen, sie vergeuden oder sie vergessen. Man begegnet Personen folgenden Berufen: Handleser, Mönch, Uhrmacher, Taxifahrer, Lehrerin, Fernsehtechniker, Organist, Friedhofsschaffner, Filmvorführer, Radiomoderator, Bäcker, Liftführer, Geigenbauer, Bürstenbinderin, Altenpflegerin, Unternehmer, Plakatkleber, Fremdenführerin, Puppenmacher, Buchmacher, Pfarrer, Losverkäufer, Täufling, Wachmann, Musiker und Lagerist. Dabei sieht man München aus vielen ungewöhnlichen Perspektiven, vom Erwachen der Großstadt bis in die Nachtstunden, wenn ein Lagerarbeiter mit einem Lift über endlose Regalreihen mit Filmdosen gleitet und die Dialoge bekannter Filme zu einer Traumcollage verschmelzen.
Produktion
Der Film entstand über 5 Jahre hinweg von 1992 bis 1997 zwischen Winter und Frühling, wenn die spärliche Vegetation noch einen unverstellten Blick auf den Sozialraum Großstadt zulässt. Die technischen Produktionskosten ohne den Eigenanteil der geleisteten Arbeit beliefen sich auf 100.000 DM. Gedreht wurde auf 16-mm-Kodak-Schwarz/Weiß-Negativmaterial. Die Musik zum Film wurde von Otto Lechner und Max Nagl komponiert und ist 1996 als CD erschienen. Die Welturaufführung war am 18. Oktober 2001 auf dem fünften International 1001 Documentary Film Festival in Istanbul. Die deutsche Erstaufführung fand beim 17. Internationalen Dokumentarfilmfest München 2002 am 28. April statt. Auf diesem Festival wurde En Passant – Ortzseit München mit dem Förderpreis des FilmFernsehFonds Bayern ausgezeichnet.
Zitate aus dem Film
„Zeit eilt, Zeit teilt, Zeit weilt. Es ist eigentlich, von der Zeit hängt eigentlich alles ab – im ganzen Leben. Die Zeit regelt eigentlich Alles, nicht vieles, sondern Alles.“
„Singen ist nicht sowas, wo man so aus dem Ärmel schüttelt. Das ist a harte Arbeit! 50 % Fleiß und 50 % Engagement muß man haben. Aber vor allem, sie haben was fürs Leben.“
„Nun stellt euch mal vor: 43 Jahre Lebensarbeitszeit, 8 Stunden am Tag, 200 Tage lang. Und stell Dir vor, Heidi, Du machst etwas, das Dir keinen Spaß macht!“
„Ich mache gern von Herz meine Arbeit und ich glaube, meine Geige klingt so gut, weil ich mache von Herz Instrumente; nicht so, damit ich Geld verdiene. Und ich möchte nichts anderes machen, nur Geigenbau.“
„Das erfüllt einen, die Tätigkeit als solche, Fehler suchen, Fehler finden. Das Erfolgserlebnis, irgendwas Kaputtes ganz zu bekommen.“
„Können Sie mal den Handrücken hinlegen? Wie würden Sie’s machen, mal so oder so. So würden Sie’s machen! Magen-Darmschwierigkeiten, in diesem Gebiet werden Sie sie bekommen. Also, das kann ich jetzt schon fest sagen!“
„Dann drehen Sie sich bitte auf die linke Seite. Dort werden Sie eine graue Fassade sehen und je näher wir kommen, werden Sie sehen: das ist gar keine Fassade … das ist alles nur gemalt. Aus der Ferne eine perfekte Täuschung …“
„Der Tag, wo Du das Leben in der Geburt begonnen hast, hast Du das Sterben begonnen.“