Eric Foster

Reisekaufmann und Flugnavigator From Wikipedia, the free encyclopedia

Eric Foster (* 11. Mai 1903 in London; † 26. März 2006 Gloucestershire) war eine Reisekaufmann und Flugnavigator und mehrfacher Kriegsflüchtling im Zweiten Weltkrieg, dessen Taten einen äußerst erfolgreichen Film The Great Escape inspirierten.

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Leben

Er besuchte die St. Paul’s School und das Loughborough College. Vor dem Krieg arbeitete er als Trichologe, lernte nebenbei fliegen, baute ein Flugzeug und ging Bergsteigen.

1940 meldete er sich im Alter von 36 Jahren freiwillig zur Royal Air Force und diente als Flight Lieutenant/ Navigator bei der No. 38 Squadron des Bomber Command. Im Juni desselben Jahres wurde sein Flugzeug über Belgien abgeschossen. Er sprang in 120 Metern Höhe mit dem Fallschirm ab und brach sich bei der Landung beide Beine, war aber das einzige überlebende Besatzungsmitglied. Trotz seiner Verletzungen versuchte er zu fliehen, wurde jedoch aufgegriffen und in ein Kriegsgefangenenlager in Homark nahe der polnischen Grenze gebracht. Von dort gelang ihm, trotz seiner Verletzungen, die Flucht über eine Feuertreppe. Nach seiner Wiederergreifung wurde er ins Oflag IX/A auf Schloss Spangenberg nordwestlich von Frankfurt gebracht. Von dort floh er, als Mitglied der Hitlerjugend verkleidet. Zu Fuß und mit dem Zug erreichte er die Schweizer Grenze, bevor seine wahre Identität aufgedeckt wurde. Nach einer Verfolgungsjagd wurde er gefasst und in Einzelhaft genommen.

Nach einer weiteren Zeit in Einzelhaft wurde Foster in das eigens dafür errichtete, vermeintlich ausbruchsichere Stalag Luft III bei Sagan, nördlich von Breslau, verlegt. entwickelte prompt einen weiteren raffinierten Fluchtplan. In der Nacht des 24. März 1944 wurde das Stalag Luft III zum Schauplatz des größten von britischen Truppen angeführten Kriegsgefangenenausbruchs des Zweiten Weltkriegs. Über 200 Offiziere sollten fliehen und hatten drei Tunnel – Tom, Dick und Harry – unter dem sandigen Boden des Lagers gegraben. Durch Harry, den längsten und aufwendigsten Tunnel, entkamen 76 Männer, bevor die Deutschen alarmiert wurden. Nur drei erreichten ihre Heimat, die übrigen wurden wieder gefasst, und 50 von ihnen wurden auf Befehl aus Berlin ermordet.

Fosters nächstes Lager war Schubin im Nordwesten Polens. Die Bedingungen dort waren so katastrophal, dass mehrere Gefangene starben. Die Ruhr grassierte, und die Flucht wurde zum Überlebenskampf. Acht Monate lang gruben Kriegsgefangene Tunnel unter dem Lagergelände, doch die Deutschen entdeckten die Ausgrabungen.

Nachdem er sich eingehend mit den Symptomen psychischer Störungen auseinandergesetzt hatte, machte sich Foster daran, die Deutschen und seine Mitgefangenen von seiner Geisteskrankheit zu überzeugen. Wenn es ihm gelänge, alle, insbesondere das Internationale Rote Kreuz und neutrale Beamte, von seinem Wahnsinn zu überzeugen, hätte er eine Chance auf Repatriierung.

Er schaffte es und kam 1944 in seine Heimat nach London zurück. Doch der Empfang dort war nicht der, den er erwartet hatte. Nachdem er seine Bewacher von seinem Wahnsinn überzeugt hatte, musste er nun die britischen Behörden vom Gegenteil überzeugen. Später antwortete er jedem, der ihn für geisteskrank hielt: „Ich bin es nicht, und ich kann es beweisen.“

Nach der Demobilisierung als Staffelkapitän 1945 heiratete er seine aus Frankreich stammende Verlobte Mignonne und führte ein erfolgreiches Reisebüro in Südwestengland, das sich auf Alpenurlaube spezialisiert hatte. Zudem wurde er Gemeinderat in Bishop’s Cleeve bei Cheltenham. Im Ruhestand zog das Paar nach Spanien, wo Mignonne 1983 starb. Foster blieb zunächst dort, packte aber schließlich im Alter von 95 Jahren sein Auto, fuhr zurück nach Hause Cheltenham und kandidierte er erneut. Obwohl er gesundheitlich angeschlagen war, übte er sein Amt bis zu seinem Tod aus.

Film

1963 erschien der überaus erfolgreiche Film, der teilweise auf dem Buch basierte und in dem Steve McQueen als fiktiver amerikanischer Soldat Virgil Hilts, der „Kühlerkönig“, zu den hochkarätig besetzten Schauspielern gehörte. Als die Filmproduzenten nach Handlungssträngen suchten, lieferte der Ruf des mehrfachen Ausbrechers Eric Foster, der im Alter von 102 Jahren starb, die Hintergrundgeschichte für die von McQueen dargestellte Figur. Foster war zudem als technischer Berater am Film beteiligt. Ironischerweise war er, obwohl er sich während des Ausbruchs in Sagan aufhielt, nicht daran beteiligt. Dennoch hatte er fieberhaft einen Plan für seine Heimreise ausgearbeitet, der ebenso raffiniert und auf seine Weise ebenso gefährlich war.

Literatur

  • Belson, Dorrien, Gefangen! Kriegsgefangener Nr. 487. Henley: Bentwyck Henry Publishers 2003, ISBN 1-904538-01-0.
  • Paul Brickhill: „Gesprengte Ketten“, London 1951.
  • Graham, Jimmy: Thomas, Jack (). Joe in Deutschland. : Surrey Fine Art Press, Redhill 1946 ASIN B00166LN80.
  • Felton, Mark: Zero Night: Die unerzählte Geschichte des kühnsten Ausbruchs im Zweiten Weltkrieg: Icon Books. London 2014, ISBN 978-1-84831-792-5.
  • Foster, Eric: „Life Hangs By a Silken Thread“ (Das Leben hängt an einem seidenen Faden) Die Autobiografie eines Geschwaderführers, Gloucestershire 1992, Astia Publishing. ISBN 978-0-9518983-0-7.
  • Mansel, John: Die Mansel-Tagebücher. Privatdruck 1977, ISBN 0-9503911-1-5.
  • Tunstall, Peter: Der letzte Ausbrecher, Duckworth London 2014, ISBN 978-0-7156-4923-7.

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