Erich Plenge
deutscher Autor und Zeitungsverleger
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Erich Plenge (* 15. September 1910 in Sulingen; † 8. Januar 1999 ebenda) war ein deutscher Publizist, Buch- und Zeitungsverleger.
Leben
Plenge war ein in Sulingen, nordwestlich von Hannover, geborener Sohn des Zeitungsverlegers Dietrich Plenge und dessen Ehrfrau Sophie Plenge, geborener Albers. Nach dem Besuch der Oberschule (Hindenburg-Schule) in Hannover, an der er 1930 das Abitur ablegte, studierte er Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Heidelberg und Bonn. 1933 schloss er mit dem Examen (Diplom-Hauptprüfung) als Diplom-Volkswirt ab. Schon während seines Studiums war Plenge journalistisch tätig, ab 1933 auch als Herausgeber und Verleger. Als dem Vater wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ der Ausschluss aus der Reichspressekammer drohte, übernahm Erich Plenge 1937 die Leitung des väterlichen Zeitungsverlags und die Sulinger Nachrichten, 1941 die Sulinger Kreiszeitung und 1943 das Diepholzer Kreisblatt. Mit der Zusammenlegung der beiden Sulinger Lokalblätter und der Schaffung einer gemeinsamen Kreiszeitung durch Vereinigung der Sulinger und Diepholzer Zeitung sorgte er für eine Konzentration des Pressewesens in der Region.
Als Offizier der Panzerjäger nahm Plenge am Zweiten Weltkrieg teil. Im April 1944 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Oktober 1946 zurückkehrte. 1949 nahm er den Wiederaufbau der Kreiszeitung Verlagsgesellschaft in die Hand, die Ende der 1950er Jahre um das Helmstedter Kreisblatt erweitert wurde. 1978 übernahm er die Kreiszeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co KG in Syke. Auch über seinen Ruhestand hinaus blieb Plenge bis 1993 Herausgeber, Verleger und Hauptschriftleiter des 1872 begründeten Alt-Hannoverschen Volkskalenders, der ebenfalls im eigenen Verlagshaus erschien. Von Plenges Wirken zeugen zahlreiche Veröffentlichungen über seine Heimatstadt Sulingen und den Sulinger Raum.
Plenge war von 1964 bis 1982 Bezirksvorsitzender im Verband Nordwestdeutscher Zeitungsverleger. Er war Stadtrat der Stadt Sulingen und ehrenamtlicher Richter am Niedersächsischen Finanzgericht in Hannover.
Erich Plenge war evangelisch, ab 1939 verheiratet mit Wilme Plenge, geborener Buschmann, und hatte drei Kinder (Gudrun, Eckhard und Burkhard).
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Festbuch mit heimatlichen Beiträgen zur 100-Jahr-Feier des Männergesangvereins 'Liedertafel' von 1863 Sulingen, Mitherausgeber: Hans Zuehlsdorff (Sulingen 1963)
- Festbuch mit heimatlichen Beiträgen zum 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr (Sulingen 1965)
- Heimatbuch für den Kreis Grimmen (Sulingen 1968)
- Der Landkreis Grafschaft Diepholz. Geschichte, Landschaft, Wirtschaft (Oldenburg (Oldb.) 1968)
- Chronik der Schützengesellschaft von achtzehnhundertsechsundneunzig e. V. Sulingen (Sulingen 1971)
- Chronik des Schützenvereins von achtzehnhundertachtundvierzig Sulingen e. V. 1848-1973 (Sulingen 1973)
- Festschrift für die Einheitsgemeinde Sulingen 1974 (Sulingen 1974)
- Festschrift mit heimatkundlichen Beiträgen zur Feier des 75jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Siedenburg am 21. und 22. Juni 1975 (Sulingen 1975)
- Festschrift zur Feier des 100jährigen Bestehens des Schützenvereins Affinghausen von 1877 e.V. (Sulingen 1977)
- Chronik von Stadt und Land Sulingen (4 Bände, Sulingen 1979–1985)
- Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Eisenbahnlinie Sulingen – Rahden (Sulingen 29. September 1950)
Literatur
- Plenge, Erich. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 953.
- Ruth Breyer: Zum Tode von Verleger Erich Plenge, Sulingen i. Han. In: Alt-Hannoverscher Volkskalender. 128 (2000), S. 69f.
- Stadt Sulingen: Sulingen Geschichte und Personen, 2012, S. 200–202.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Plenge, Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Zeitungsverleger |
| GEBURTSDATUM | 15. September 1910 |
| GEBURTSORT | Sulingen |
| STERBEDATUM | 8. Januar 1999 |
| STERBEORT | Sulingen |