Evangelische Kirche Unterriexingen
Kirchengebäude in Unterriexingen, Markgröningen, Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg
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Die Evangelische Kirche ist die Pfarrkirche von Unterriexingen, einem Stadtteil von Markgröningen im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Vaihingen-Ditzingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Beschreibung
Die Saalkirche wurde 1628/29 anstelle einer spätgotischen Kapelle erbaut. Sie besteht aus einem Langhaus und einem Chorturm im Osten.
Dieser Turm mit einem geschweiften Pyramidendach enthält im abschließenden obersten Geschoss die Turmuhr und den Glockenstuhl mit drei Kirchenglocken:
| Glocke | Name | Gießer | Gussjahr | Durchmesser | Gewicht | Schlagton |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Dominika (Sonntagsglocke) | 1957 | Heinrich Kurtz, Stuttgart | 990 mm | 550 kg | gis′ |
| 2 | Kreuzglocke (Schiedglocke) | 1700 | Johan Rosier, Rottenburg | 810 mm | ≈ 300 kg | h′ |
| 3 | Taufglocke (Betglocke) | 1957 | Heinrich Kurtz, Stuttgart | 730 mm | 250 kg | cis″ |
Der Innenraum des Langhauses mit 1685 eingebauten Emporen ist von einer Kassettendecke überspannt, der des Chors, also das Erdgeschoss des Chorturms, mit einem Netzgewölbe. Die Sakristei an der Nordwand des Chorturms besitzt ein Tonnengewölbe. Die Kirchenausstattung hat 1906 der Architekt Bruno Taut (vgl. auch Kirche zu Nieden/Uckermark) neu angeordnet.
Die 1882 von der Orgelbau Friedrich Weigle für die Kirche in Darmsheim gebaute Orgel kam erst 1965 nach Unterriexingen.
Landwirtschaftliche Nutzung
Der von Dachgauben erhellte zweigeschossige Dachboden diente zur Lagerung von Hopfen, Hanf oder Früchten. Er war in Kammern eingeteilt, die von einzelnen Bauern gepachtet werden konnten. Der hochwassersichere Gewölbekeller diente und dient als Lagerraum für Wein und Most. Er ist kleiner als die darüber liegende Kirche, was auf einen kleineren Vorgängerbau schließen lässt.
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, München 1993, S. 795.
Weblinks
- Information zur Kirche auf der Website der Kirchengemeinde
- Information zur Kirche auf der Website des Arbeitskreises Geschichtsforschung und Denkmalpflege Markgröningen