FC Dacia Chișinău

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Der FC Dacia Chișinău war ein moldauischer Fußballverein aus der Landeshauptstadt Chișinău. Der Vereinsname „Dacia“ stammt von einem Volk aus dem 2. Jahrhundert. Der im Jahre 1999 gegründete Verein spielte ab 2002 durchgehend in der höchsten moldauischen Spielklasse, der Divizia Națională. Die Vereinsfarben waren Gelb und Blau.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
FC Dacia
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Basisdaten
Name Fotbal Club Dacia Chișinău
Sitz Chișinău
Gründung 12. November 1999
Auflösung 2017
Farben gelb-blau
Präsident Vorstandsvorsitzender
Zinaida Jioara
Website fcdacia.md
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Russland Igor Dobrowolski
Spielstätte Stadionul Zimbru (zuletzt)
Plätze 10.500
Liga Divizia Națională
2017 4. Platz
Heim
Auswärts
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Geschichte

Früher Durchmarsch (1999–2002)

Bei seiner Gründung im Jahr 1999 wurde der FC Dacia Chișinău zunächst in den Spielbetrieb der drittklassigen Divizia B aufgenommen. Der Verein schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Divizia A. Dort wurde er zunächst Vierter und stieg anschließend als Zweitliga-Meister der Saison 2001/02 in die höchste Spielklasse des Landes, die Divizia Națională auf.

Auf Anhieb präsent (2002–2007)

In seiner ersten Spielzeit im moldauischen Oberhaus hatte Dacia Chișinău eine völlig ausgeglichene Bilanz von je acht Siegen, Unentschieden und Niederlagen. Das reichte, um die Saison 2002/03 auf Platz 4 zu beenden und sich damit auf Anhieb die Teilnahme am internationalen Geschäft zu sichern.

Auch wenn die Teilnahme am UEFA Intertoto Cup 2003 für viele Vereine keine große Bedeutung hatte, durfte Dacia dies als Erfolg verbuchen. Das liegt jedoch nicht nur an der Teilnahme an sich. Denn der Verein schlug zunächst GÍ Gøta und dann auch noch FK Partizani Tirana. In der 3. Runde musste Dacia sich jedoch dem FC Schalke 04 geschlagen geben. An derartige Erfolge wollte man in der Hauptstadt jedenfalls anknüpfen.

Zunächst folgte 2003/04 der 5. Platz. Die nachfolgende Saison schloss man als Dritter ab und sicherte sich damit erstmals einen Platz in der Qualifikation zum UEFA-Pokal. Dacia Chișinău scheiterte dort jedoch am FC Vaduz.

Zuvor war der Verein auch erstmals ins Finale des moldauischen Pokals vorgestoßen. Trotz Heimvorteils im Nationalstadion Chișinău ging das Finale gegen den FC Nistru Otaci mit 0:1 verloren. Es folgte ein 6. Platz in der Divizia Națională 2005/06.

Zum Ende der Saison 2006/07 wurde Dacia Vierter. Somit spielte man zum zweiten Mal im UI-Cup und überraschte dort erneut. In der mitteleuropäischen Kategorie setzte sich der Verein aus Chișinău sowohl gegen den FK Baku als auch gegen den FC St. Gallen durch, war dabei aber jeweils auf ein Elfmeterschießen angewiesen. Mit einem erfolgreichen Abschluss der 3. Runde hätte man einen Qualifikationsplatz für den UEFA-Pokal 2007/08 erworben. Allerdings war gegen den offiziellen Wettbewerbssieger Hamburger SV nichts zu holen.

Konkurrenz für den Sheriff (2007–2011)

Auch auf nationalem Niveau entwickelte sich der FC Dacia Chișinău kontinuierlich weiter. So stand am Ende der Saison 2007/08 die erste Vizemeisterschaft zu Buche. Der große Rückstand von 19 Punkten auf Serienmeister Sheriff Tiraspol war jedoch schwer zu vernachlässigen.

Die Vizemeisterschaft ermöglichte die erneute Teilnahme an der Qualifikation zum UEFA-Pokal. Auch diesmal wurde Dacia der mitteleuropäischen Kategorie zugewiesen, verlor jedoch schon in der 1. Runde gegen den FK Borac Čačak.

Am Ende der Saison 2008/09 musste sich Dacia sogar mit zwei zweiten Plätzen zufriedengeben. Zunächst zog Sheriff Tiraspol beim Meisterschaftskampf erneut um 15 Punkte davon, anschließend verlor man das Pokalfinale gegen den gleichen Gegner mit 0:2.

Die UEFA Europa League löste den alten UEFA-Pokal ab und Dacia profitierte als Vizemeister sogleich davon, dass man erst in der 2. Qualifikationsrunde einstieg. Ein bedeutender Vorteil war dies allerdings nicht, da man dort MŠK Žilina unterlag.

Auch in der Folgesaison zog Dacia ins Pokalfinale ein, erlebte dabei jedoch ein Dèja-vú und unterlag erneut Sheriff mit 0:2. In der Meisterschaft belegte man nur Platz 5, durfte als unterlegener Pokalfinalist dennoch erneut an der Europa-League-Qualifikation teilnehmen. In der 1. Runde setzte man sich dank der Auswärtstorregel gegen FK Zeta Golubovci durch, danach schied man gegen Kalmar FF aus.

Letztlich wurde es die Saison 2010/11, in der Dacia Chișinău den Gipfel erklamm. Der Verein sicherte sich mit 92 Punkten den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Es war das erste Mal seit Zimbru Chișinău im Jahr 2000, dass die Meisterschaft wieder in die Hauptstadt wanderte. Zudem wurde die zehn Titel währende Meisterschaftsserie von Sheriff Tiraspol durchbrochen. Später wurde zudem der moldauische Supercup gewonnen, nachdem der FC Iskra-Stali Rîbnița mit 1:0 besiegt wurde.

Bei seiner einzigen Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Champions League hatte der Verein keinen Erfolg. Er stieg zwar erst in der 2. Runde ein, verlor jedoch das Hinspiel gegen den FC Sestaponi mit 0:3. Der 2:0-Heimsieg im Rückspiel reichte nicht mehr aus. Einen Wechsel in die Europa League gab es damals nur in den späteren Runden.

Unglücksrabe bis zur Auflösung (2011–2017)

Weitere Titel sollte der FC Dacia Chișinău allerdings nicht mehr gewinnen, auch wenn das weiterhin sein Anspruch war. In der Saison 2011/12 wurde man zum dritten Mal Vizemeister, letztlich fehlten auf Sheriff Tiraspol nur vier Punkte.

Damit war der Verein wieder in den Qualifikationsspielen der Europa League gefordert. Zunächst setzte man sich gegen NK Celje durch, scheiterte in der 2. Runde jedoch knapp an IF Elfsborg.

Auch 2012/13 wurde Dacia Vizemeister, der Rückstand auf Sheriff war diesmal jedoch auf 14 Punkte angewachsen. Beim neuerlichen Anlauf in der Europa-League-Qualifikation kam man erneut in die 2. Runde. KS Teuta Durrës wurde mit der Auswärtstorregel überwunden, gegen Tschornomorez Odessa schied man knapp aus.

In der Saison 2013/14 hatte Dacia Chișinău erstmals seit acht Jahren wieder einen internationalen Startplatz verpasst. Zwar hatte man gegenüber dem Stadtrivalen Zimbru die bessere Tordifferenz, zog jedoch im direkten Vergleich den Kürzeren. Dacia beendete diese Saison daher nur auf Platz 5.

Der direkte Vergleich hatte dem Verein aus Chișinău auch in der Folgesaison einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Dreikampf um den Meistertitel hatte Dacia nach dem letzten Spieltag ebenso wie Sheriff Tiraspol und der FC Milsami 55 Punkte. Letztlich entschied der direkte Vergleich für den Klub aus Orhei, Dacia wurde Zweiter. Anschließend verlor man erneut im Pokalfinale gegen Sheriff Tiraspol, diesmal mit 2:3 nach Verlängerung. Kein anderer Verein der Republik Moldau hatte derart viele Finalteilnahmen (4), ohne ein einziges Mal den Pokal zu gewinnen.

Damit kehrte der Hauptstadtverein wieder ins internationale Geschäft zurück. In der 1. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2015/16 bezwang man den FK Renova Džepčište deutlich. Danach scheiterte man aber, wie schon 2009, an Žilina.

Am Ende der Saison 2015/16 standen Sheriff Tiraspol und Dacia Chișinău bei jeweils 65 Punkten. Es folgte ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft, Dacia verlor mit 0:1. Anschließend hatte man in der Europa-League-Qualifikation gegen PFK Kəpəz das Nachsehen.

Auch in der Saison 2016/17 wurde ein Meisterschaftsspiel fällig, diesmal hatten Sheriff und Dacia je 69 Punkte. Doch auch diesmal hatte der Verein aus Chișinău nicht das Glück auf seiner Seite. Nachdem die Partie 1:1 endete, setzten sich nämlich die Tiraspoler im Elfmeterschießen durch.

In der Qualifikation zur UEFA Europa League 2017/18 schied Dacia Chișinău mit gesamt 0:7 gegen KF Shkëndija aus und damit so hoch wie nie. Es folgte eine Halbsaison in der Divizia Națională, die sich nur von Juli bis November erstreckte. Dacia schloss diese auf dem vierten Platz ab und wäre erneut zur Teilnahme am Europapokal berechtigt gewesen.

Aus unbekannten Gründen wurde der Verein im Anschluss an diese Saison aufgelöst. Als inoffizieller Nachfolger kann der FC Dacia Buiucani gesehen werden, der bis 2017 die zweite Mannschaft des FC Dacia Chișinău stellte (Dacia-2 Buiucani) und nach der Auflösung von selbigem sich zum unabhängigen Verein entwickelte.

Stadion

Das erste Heimatstadion Stadionul Republican fasste 10.500 Zuschauer, wurde aber 2007 abgerissen. Anschließend spielte der Klub auf dem Vereinsgelände von Zimbru Chișinău im Stadionul Zimbru.

Erfolge

Europapokalbilanz

Weitere Informationen Saison, Wettbewerb ...
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2003UEFA Intertoto Cup 1. Runde Faroer GÍ Gøta5:14:1 (H)1:0 (A)
2. Runde Albanien FK Partizani Tirana5:02:0 (H)3:0 (A)
3. Runde Deutschland FC Schalke 041:30:1 (H)1:2 (A)
2005/06UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Liechtenstein FC Vaduz1:20:2 (A)1:0 (H)
2007UEFA Intertoto Cup 1. Runde Aserbaidschan FK Baku2:2
(3:1 i. E.)
1.1 (A)1:1 n. V. (H)
2. Runde Schweiz FC St. Gallen1:1
(3:0 i. E.)
0:1 (H)1:0 (A)
3. Runde Deutschland Hamburger SV1:51:1 (H)0:4 (A)
2008/09UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Serbien FK Borac Čačak2:41:1 (H)1:3 (A)
2009/10UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Slowakei MŠK Žilina0:30:2 (A)0:1 (H)
2010/11UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Montenegro FK Zeta Golubovci(a)1:1(a)1:1 (A)0:0 (H)
2. Qualifikationsrunde Schweden Kalmar FF0:20:0 (A)0:2 (H)
2011/12UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Georgien FC Sestaponi2:30:3 (A)2:0 (H)
2012/13UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Slowenien NK Celje2:01:0 (H)1:0 (A)
2. Qualifikationsrunde Schweden IF Elfsborg1:21:0 (H)0:2 (A)
2013/14UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Albanien KS Teuta Durrës(a)3:3(a)1:3 (A)2:0 (H)
2. Qualifikationsrunde Ukraine Tschornomorez Odessa2:30:2 (A)2:1 (H)
2015/16UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Nordmazedonien FK Renova Džepčište5:11:0 (A)4:1 (H)
2. Qualifikationsrunde Slowakei MŠK Žilina3:61:2 (H)2:4 (A)
2016/17UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Aserbaidschan PFK Kəpəz0:10:0 (A)0:1 (H)
2017/18UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Nordmazedonien KF Shkëndija0:70:3 (A)0:4 (H)
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Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 40 Spiele, 14 Siege, 8 Unentschieden, 18 Niederlagen, 37:50 Tore (Tordifferenz −13)

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