4-Chlor-o-toluidin

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4-Chlor-o-toluidin (p-Chlor-o-toluidin) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Amine. Sie zählt zu den chlorsubstituierten Toluidinen und leitet sich vom o-Toluidin ab. Die Verbindung ist ein Karzinogen, das zu Blasenkrebs führt.[4][5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von 4-Chlor-2-methylaniline
Allgemeines
Name 4-Chlor-o-toluidin
Andere Namen
  • 1-Amino-4-chlor-2-methylbenzol
  • 4-Chlor-2-methylanilin
  • 2-Amino-5-chlortoluol
  • 5-Chlor-2-aminotoluol
  • Echtrot TR-Base
  • Fast Red TR Base
  • p-Chlor-o-toluidin
Summenformel C7H8ClN
Kurzbeschreibung

farblose bis braune Kristallmasse mit anilinähnlichem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 202-441-6
ECHA-InfoCard 100.002.220
PubChem 7251
ChemSpider 6981
Wikidata Q10859489
Eigenschaften
Molare Masse 141,60 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,14 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

30 °C[1]

Siedepunkt

241 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301311331341350410
P: 201261273280301+310311[1]
MAK

Schweiz: 2 ml·m−3 bzw. 12 mg·m−3[3]

Toxikologische Daten

1060 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

4-Chlor-o-toluidin wurde ab 1924 in Deutschland industriell hergestellt.[6] Die Verbindung wurde erstmals 1870 von Friedrich Konrad Beilstein und Alfons Gottlieb Kuhlberg als Nebenprodukt bei der Reduktion von 2-Nitrotoluol mit Zinn und Salzsäure erhalten.[7] Es wurde später durch direkte Chlorierung von o-Toluidin[8] und durch Chlorierung von 2-Methylformanilid[9] oder 2-Methylacetanilid[10] mit anschließender Hydrolyse oder Alkoholyse hergestellt.[11] In den USA wurde die Produktion 1979 eingestellt und 1986 die Einfuhr und der Vertrieb des Stoffes beendet. In der BRD wurde die Produktion und der Vertrieb 1986 eingestellt.[12]

Verwendung

Einzelnachweise

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