Florian Müller (Politiker)
deutscher Politiker (CDU), MdB
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Florian Matthias Müller[1] (* 14. September 1987 in Attendorn) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und vertritt den Wahlkreis Olpe – Märkischer Kreis I. Seit 2025 ist er Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Forschung, Technologie und Raumfahrt.[2]

Ausbildung und Beruf
Müller erhielt 2007 am St.-Franziskus-Gymnasium in Olpe sein Abitur. In seiner Jugend war er Ministrant. Ab 2008 absolvierte er seinen einjährigen Grundwehrdienst in Rennerod. Von 2008 bis 2011 studierte er und schloss das Studium als Bachelor of Arts im Bereich Arbeitsmarktmanagement in Mannheim ab. Danach studierte er bis 2014 in Dortmund und beendete das Studium als Master of Arts im Bereich Management (Human Resources). Ab 2008 arbeitete er bei der Bundesagentur für Arbeit zunächst als Arbeitsvermittler und später von 2013 bis 2015 als Pressesprecher in Siegen. Danach leitete er von 2015 bis 2019 das Bundestagsbüros von Matthias Heider (CDU). Von 2019 bis 2021 war er Referent für Strategie und Regulierung bei der Deutschen Lufthansa AG in Köln.
Politische Tätigkeiten
Florian Müller ist seit 2021 Mitglied des Bundestages. Mit 37,1 Prozent der Erststimmen gewann er das Direktmandat im Wahlkreis Olpe - Märkischer Kreis I und zog in den 20. Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2025 wurde er mit rund 42,1 Prozent der Erststimmen[3] erneut direkt gewählt.
Seit Mai 2025 ist Müller Sprecher für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technologiefolgenabschätzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und als solcher ordentliches Mitglied im gleichnamigen Ausschuss. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Sport und Ehrenamt[4].
Sein politischer Schwerpunkt liegt auf Forschung-, und Technologie- und Innovationspolitik. Er setzt sich insbesondere für die Stärkung der Grundlagenforschung und den beschleunigten Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Anwendungen ein. Ein besonderes Augenmerk legt er auf Bereiche wie Raumfahrt sowie Themen, die die Hightech-Agenda der Bundesregierung adressiert - darunter Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Batterietechnologie, Fusion, Biotechnologie, Mikroelektronik und Raumfahrt.[5][6]
Darüber hinaus engagiert er sich für bessere Rahmenbedingungen für Ausgründungen an Universitäten, Start-ups und technologieorientierte Unternehmen, etwa durch vereinfachten Zugang zu Wagniskapital und den Abbau bürokratischer Hürden. Er setzt sich dafür ein, Verfahren in Forschung, Förderung und Unternehmensgründung zu beschleunigen, Doppelstrukturen zu reduzieren und regulatorische Anforderungen stärker auf ihre Praktikabilität zu überprüfen. Insbesondere im Innovationsbereich sollen Prozesse schlanker, digitaler und für Antragsteller nachvollziehbarer gestaltet werden. Weiters setzt er sich für die engere Vernetzung von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrie ein, um Innovationszyklen zu verkürzen.[7]
Im Bereich der Wissenschaftspolitik engagiert er sich für den Bürokratierückbau, den Transfer von der Forschung in die Anwendung sowie für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschaftssystems. Auch die Attraktivität von Forschungsstandorten spielen in seiner politischen Arbeit eine wichtige Rolle.[8][9]
In seiner ersten Amtszeit war Müller ordentliches Mitglied im Verkehrsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Digitales und im Sportausschuss.[10]
Seine politischen Schwerpunkte lagen insbesondere auf der Stärkung der Infrastruktur und der Verkehrssicherheit. Er engagierte sich für eine Reform des Führerscheins, um unnötige Bürokratie abzubauen und die Voraussetzungen für Kostenreduzierungen zu schaffen.[11] Zudem setzte er sich für die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Infrastrukturbereich ein.
In seinem Wahlkreis liegt die Rahmede-Talbrücke an der A45 bei Lüdenscheid, die im Dezember 2021 kurzfristig gesperrt wurde. Die Sperrung löste eine erhebliche Belastung der anliegenden Kommunen aus. Vor diesem Hintergrund brachte Müller 2022 einen eigenen Gesetzentwurf zur schnelleren Sanierung von Autobahnbrücken in den Deutschen Bundestag ein.[12] Im Dezember 2025 ist die Brücke wieder offiziell freigegeben worden.[13]
Florian Müller setzt sich außerdem für das Schützenwesen ein, das in seiner Heimat eine besondere Bedeutung hat. Dafür hat er im Bundestag den fraktionsübergreifenden Parlamentskreis Schützenwesen gegründet, um die Interessen und Traditionen dieser Gemeinschaft auf nationaler Ebene zu stärken.[14]
In Drolshagen war Florian Müller Vorsitzender der Jungen Union sowie von 2014 bis 2019 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und von 2017 bis 2021 Mitglied des Bundesvorstandes. Ebenfalls war er Chefredakteur der Entscheidung, des Mitgliedermagazins der Jungen Union Deutschlands. Zudem war er von 2009 bis 2014 Mitglied des Stadtrates Drolshagen.
Von 2016 bis 2023 war er Stadtverbandsvorsitzender der CDU Drolshagen. Seit 2009 ist er Mitglied des CDU-Kreisvorstandes und seit 2019 stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Olpe. Seit 2023 ist er Mitglied im Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen.
Privates
Florian Müller ist römisch-katholischer Konfession. Er hat zwei Geschwister, ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Mit seiner Familie lebt er in Drolshagen.