Folkmar Koenigs

deutscher Jurist From Wikipedia, the free encyclopedia

Folkmar Koenigs (* 12. Juni 1916 in Düsseldorf; † 9. Mai 2009) war ein deutscher Jurist. Er wirkte unter anderem als ordentlicher Professor für Handels- und Wirtschaftsrecht an der Technischen Universität Berlin.

Leben

Folkmar Koenigs war der Sohn von Ingeborg Koenigs, geborener Lange, und Gustav Koenigs, ebenfalls Jurist und von 1931 bis 1940 Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium. Er besuchte ein Gymnasium in Berlin und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Königsberg in Preußen, München, Innsbruck und Berlin, wo er die Große juristische Staatsprüfung bestand. Von 1950 bis 1956 war er Assistent an der Universität Hamburg. Nach der Promotion am 22. Dezember 1938 an der Universität Innsbruck zum Dr. iur. und der Habilitation 1956 in Hamburg sowie einer Tätigkeit beim Bundeswirtschaftsministerium von 1956 bis 1957 lehrte er von 1957 bis 1960 als Privatdozent für Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Arbeitsrecht an der Universität Hamburg und von 1964 bis 1981 als Professor für Handels- und Wirtschaftsrecht an der TU Berlin. Von 1958 bis 1964 arbeitete er zudem als Regierungsrat beim Leitenden Regierungsdirektor im Bundeskartellamt. Koenigs engagierte sich in der Notgemeinschaft für eine freie Universität.

Er war evangelisch, ab 1953 verheiratet mit Gerda Koenigs, geborener Buchholz, und hatte zwei Kinder (Dagmur und Almut).

Schriften (Auswahl)

  • Die Haftung für Personenschäden im deutschen Verkehrsrecht. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 1938.
  • Englisch für Juristen. Sammlung der wichtigsten Ausdrücke des Rechtslebens. Wennigsen (Deister) 1945, OCLC 73504225.
  • Fragen des Seearbeitsrechts in rechtsvergleichender Darstellung, zugleich ein Beitrag zu einem neuen deutschen Seemannsgesetz. Eckhardt & Messdorf Verlag, Hamburg 1954.
  • Grundsatzfragen der betrieblichen Mitbestimmung. Cram De Gruyter, Hamburg 1954.
  • Die stille Gesellschaft. De Gruyter, 1961, ISBN 978-3-11-116697-1.
  • Europäisches Wirtschaftsrecht; 1: Rechtsquellen und Schrifttum. Berlin 1968
    • Band 2: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Die Organe der Gemeinschaft.
    • Band 3: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Der freie Warenverkehr.
    • Band 4: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Die Handelspolitik.
    • Band 5: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Die Freizügigkeit, der freie Dienstleistungs- und Kapitalverkehr.
    • Band 6: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Der Verkehr.
    • Band 7: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Dumping.
    • Band 8: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Assoziierung.
    • Band 9: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaf: Steuerliche Vorschriften.
    • Band 10: Europäisches Wirtschaftsgemeinschaft: Staatliche Beihilfen.
  • Gedanken zur Krise der Bildungspolitik. Gemeinsam mit Joachim Schiller. Berlin 1975, OCLC 312677445.
  • Aktuelle Probleme der EG-Wettbewerbsregeln: Stichworte und Materialien. FIW Verlag, Köln 1983.
  • Rechtsfolgen der Einheitlichen Europäischen Akte für den Gewerblichen Rechtsschutz. 1988.
  • Neuere Entwicklungen des EWG-Rechts, insbesondere des Kartellrechts: Ausarbeitung des Vortrages anläßl. des 16. FIW-Seminars am 11. November 1988 in Köln. 1988.

Literatur

  • Koenigs, Folkmar. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 671.

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