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Franz Rienößl

österreichischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Rienößl (* 4. Juli 1853 in Wien[2]; † 1. April 1915 ebenda[3]) war Privatier, Hausbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[4]

Franz Rienößl, Wiener Bilder vom 22. Mai 1907[1]

Leben

Franz Rienößl war Sohn des gleichnamigen Gastwirts und Hausbesitzers Franz Rienößl († 1896). Nach dem Besuch einer Volks- und Realschule ging er von 1869 bis 1872 auf die Handelsakademie in Wien. Er wurde zunächst Beamter der „Kosmos“ AG für Rück- und Mitversicherungen in Wien und wurde etwa 1876 Privatier und Hausbesitzer in Wien. Von 1882 bis 1899 war er aktiver Offizier und erreichte den Rang eines Leutnants. Ab 1901 war er Obmann-Stellvertreter des Katholisch-konstitutionellen Vereins auf der Wieden in Wien.

Für seine Verdienste um öffentliche und städtische Interessen wurde ihm der Orden der Eisernen Krone und der Franz-Josephs-Orden verliehen.[5] Weiters wurde in Wien-Wieden im Jahr 1917 die Rienößlgasse (⊙) nach ihm benannt.

Er starb am 1. April 1915 im Alter von 61 Jahren laut Sterbebuch an einer „Entartung der Bauchspeicheldrüse, Bauchfellentzündung“. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab in der Gruppe 0, Reihe 1, Nummer 75 begraben.[6]

Er war römisch-katholisch und ab 1884 verheiratet mit Franziska (Fanny) Schäffel, mit der er aber keine Kinder hatte.

Franz Rienößl war von 1902 bis 1915 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (VIII. und IX. Wahlperiode), zunächst bis 1908 als Abgeordneter der Städte (Wien IV.) und ab 1909 als Abgeordneter der Allgemeinen Wählerklasse (Wien IV.). Politisch gehörte er der CSP an. Von 1897 bis 1915 war er auch Bezirksvorstand von Wien-Wieden.

Politische Funktionen

Franz Rienößl war vom 17. Juni 1907 bis zu seinem Tod am 1. April 1915[7] Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (XI. und XII. Legislaturperiode) und war dort für den Wahlbezirk Niederösterreich 10 (Stadt Wien IV. Bezirk (Wieden) 2) zuständig.

Klubmitgliedschaften

Franz Rienößl war ab 1907 Mitglied bei der Christlichsozialen Vereinigung und ab 1911 bei der Christlichsoziale Vereinigung deutscher Abgeordneter, deren Obmann er bis zum 3. Dezember 1914 gewesen ist.

Literatur

Einzelnachweise

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