Wikiwand AI

Franz Xaver von Krüll

deutscher Rechtswissenschaftler, Hochschullehrer und Richter From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Xaver Krüll, ab 1808 Ritter von Krüll (* 15. Februar 1769 in Kelheim; † 24. Januar 1847 in Landshut) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, Hochschullehrer und Richter.

Leben

Krüll war Sohn eines Buchhändlers. Er besuchte das Regensburger Gymnasium und das Ingolstädter Gymnasium, bevor er 1784 das Studium an der Universität Ingolstadt aufnahm. 1792 erhielt er den Grad eines Lizentiat der Rechte. Anschließend war er als Advokat tätig. Er entschied sich jedoch die akademische Laufbahn einzuschlagen und veröffentlichte 1797 seine erste Monographie. Er hielt Repetitorien an der Universität und wurde dort 1799 mit der Dissertation Ueber die Nothwendigkeit des Studiums des teutschen Privatrechts zum Doktor der Rechte promoviert.

Krüll wurde im November 1799 als außerordentlicher Professor für bayerisches und deutsches Privatrecht, Lehensrecht, Rechtsenzyklopädie und Methodik an die Universität Ingolstadt berufen. 1800 siedelte er mit der Universität nach Landshut. An der Universität Landshut erhielt er 1803 eine Stelle als ordentlicher Professor, außerdem wurde er zum Hofrat ernannt. Er war ab 1800 Mitglied des Spruchkollegiums der Hochschule, ab 1805 Studienephor und von 1807 bis 1809 sowie 1826 Rektor der Universität.

Krüll wurde, als 1826 die Universität nach München verlegt wurde, nicht Teil der neuen Universität, sondern als Appellationsgerichtsrat an das Appellationsgericht in Passau. Er wirkte dort bis zu seinem Ruhestand 1846.

Krüll wurde 1808 durch den bayerischen König Maximilian I. Joseph mit dem Ritterkreuz des Zivilverdienstordens der Bayerischen Krone ausgezeichnet, womit die Nobilitierung in den persönlichen Adelsstand verbunden war.

Der Lehrer und Sprachwissenschaftler Johann Baptist Weyh war sein Schwiegersohn.

Werke (Auswahl)

  • Theoretisch-praktische Einleitung in die bayerische zivil Gerichtsordnung, J.W. Krüll, Ingolstadt 1797.
  • Ueber die Nothwendigkeit des Studiums des teutschen Privatrechtes, J.W. Krüll, Ingolstadt 1799.
  • Grundsätze des heutigen in Teutschland üblichen gemeinen Lehenrechts, Ph. Krüll, Ingolstadt 1801.
  • Prüfung einzelner Theile des bürgerlichen Rechts, 4 Bände, Ph. Krüll, Landshut 1802–1804.
  • Teutsches Privatrecht, Ph. Krüll, Landshut 1805 (2. Aufl. 1821).
  • Handbuch des königlich-baierischen gemeinen bürgerlichen Rechts: mit besonderer Rücksicht auf das fränkische und preussische Landrecht, 3 Bände, Ph. Krüll, Landshut 1807–1808.
  • Darstellung der Lehre von der Intestaterbfolge nach dem französischen Civilrechte, Ph. Krüll, Landshut 1811.

Literatur

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks