Franz Xaver von Schönaich
österreichischer General und Reichskriegsminister (1906–1911)
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Franz Xaver Freiherr von Schönaich (* 27. Februar 1844 in Wien; † 26. Januar 1916 ebenda) war ein österreichischer General der Infanterie und 1906 bis 1911 Reichskriegsminister.

Leben
Sein Vater Johann Nepomuk Schönaich (1790–1848) stammte aus Kiowitz (Österreichisch Schlesien). Von seiner Mutter ist nur bekannt, das diese in zweiter Ehe den Leibarzt des Erzherzogs Albrecht von Österreich und Primararzt am k. k. Allgemeinen Krankenhaus in Wien Dr. med. Josef Standthartner (1818–1892) heiratete.
Franz von Schönaich wurde von Kaiser Franz Joseph durch Allerhöchste Entschließung zu Ischl am 12. August 1908 in den österreichischen Freiherrenstand erhoben, das entsprechende Diplom wurde zu Wien am 1. Oktober 1908 ausgestellt.
Eine Verwandtschaft zum alten schlesischen Adelsgeschlecht Schönaich ist nicht bekannt, jedenfalls nimmt auch das 1908 verliehene Wappen keinen Bezug dazu.[1]
Schönaich heiratete 1908 Mathilde Gall (* 1844) verwitwete Hiller. Seine Frau brachte zwei Kinder mit in die Ehe, die er adoptierte.
Schönaich ist in Wien auf dem Hietzinger Friedhof bestattet.
Auszeichnungen (Auswahl)
- Großkreuz des Königlich-Ungarischen Sankt Stephans-Ordens
- Großkreuz des Österreichisch-Kaiserlichen Leopold-Ordens
- Orden der Eisernen Krone 1. Klasse
- Halskreuz des Marianerkreuzes des Deutschen Ritterordens
Literatur
- Peter Broucek: Schönaich (Schöneich), Franz Xav. (Vinzenz Karl) Frh. von. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 11, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2803-7, S. 41 f. (Direktlinks auf S. 41, S. 42).
- Peter Broucek: Schönaich, Franz Xaver Freiherr von. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 23. Duncker & Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 382–383 (deutsche-biographie.de).
- Éva Somogyi: Einleitung. In: Die Protokolle des gemeinsamen Ministerrates der österreichisch-ungarischen Monarchie 1867–1918, V: 1896–1907. Bearb. Éva Somogyi, unter Mitarbeit von Inge Sieghart. Akadémiai Kiadó, Budapest 1991, ISBN 963-05-5379-1, S. VII‒LXXVIII, hier XX (mrp.oeaw.ac.at).