Freislighe
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Freislighe (sprich: Freschlíh) ist eine irische Strophenform mit Silbenzählung. Deren komplexe Systeme aus Reimen, Alliterationen und Assonanzen können nicht genau ins Deutsche übertragen werden.
Vereinfacht gesagt, besteht die Freislighe immer aus Vierzeilern mit jeweils sieben Silben:
- die Zeilen 1 und 3 enden auf dreisilbige Reime
- die Zeilen 2 und 4 auf zweisilbige Reime.
Das gesamte Gedicht (nicht die einzelne Strophe) sollte außerdem mit der gleichen ersten Silbe (oder dem gleichen Wort bzw. Satzbestandteil) enden, mit der es angefangen hat. Der Fachausdruck für diesen zirkulären Schluss heißt „dunadh“, ein Prinzip, das in allen gälischen Strophenformen wiederkehrt.
Das Reim- und Silbenschema sieht folglich so aus:
- xxxx(aaa)
- xxxxx(bb)
- xxxx(aaa)
- xxxxx(bb)
Literatur
- Lewis Turco: The Book of Forms. A Handbook of Poetics. UPNE, Hanover u. a. 2000, ISBN 1-58465-041-9, S. 122f.