August Schmidt (Maler)
deutscher Maler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Leben
Friedrich August Schmidt hatte direkten Zugang zum hannoverschen Hof: Unter seinen zahlreichen Porträts findet sich unter anderem eines des Kronprinzen und späteren Königs Georg V.[2]
Laut dem Adreßbuch der königlichen Residenzstadt Hannover auf das Jahr 1840 wohnte der Porträtmaler im Haus Osterstraße 330 im 4. Stockwerk.[3]
Der Grabstein des Künstlers sowie von Elisabeth Schmidt, geborene Röder (20. März 1803 – 30. Mai 1883) findet sich auf dem Hehlentorfriedhof (östlicher Teil) in Celle.[4]
Bekannte Werke
Hannover


Im Besitz des Historischen Museums Hannover finden sich mehrere kolorierte Lithographien:[2]
- 1830: Das Ständehaus an der Osterstraße: Die hannoverschen Landstände hatten das Gebäude 1710/11 für ihre Zusammenkünfte errichten lassen. Die Lithografie zeigt das Haus von der Georgstraße aus mit Sperrketten, die jedoch in den Revolutionswirren 1848 abgenommen wurden, damit sie die berittenen Gendarmen nicht beim Vorgehen gegen die unruhigen Menschenmengen behinderten. Das Gebäude selbst musste 1881 Geschäftshäusern an der Ständehausstraße weichen.[2]
- um 1830: Der Küchengarten-Platz in Linden, wo sich zum Zeitpunkt der Zeichnung lediglich Kornfelder befanden. Im Hintergrund ist die Silhouette Hannovers zu sehen, davor der Schornstein der 1826 in der Glocksee errichteten Gasanstalt der englischen Gesellschaft. Das Grundstück war zuvor von Johann Egestorff erworben worden.[2][5][6]
- 1830: Die Calenberger Straße in der Calenberger Neustadt, die sich in der kolorierten Lithografie als bevorzugter Wohnort der höfischen Adels präsentiert,[2] insbesondere mit dem Dachenhausen-Palais.[5][6]
Im Besitz des Landesmuseums Hannover finden sich folgende kolorierte Lithografien:
- um 1830: Das Clevertor, kolorierte Lithografie mit Blick in die Stadt, rechts und links des Tores die 1778 gegründete Tierarzeneyschule, Vorläuferin der heutigen Tierärztlichen Hochschule Hannover; im Hintergrund ist das klassizistische 1789 auf einer ehemaligen Bastion der Stadtbefestigung Hannovers errichtete und 1858 wieder abgebrochene Militärhospital zu sehen, Vorläufer des späteren „Standortlazaretts“ in der Adolfstraße[5]
Berlin
- 1837: Großes Stadtprospekt der Straße Unter den Linden in Berlin, Blick von der Alten Wache über das Zeughaus, die Schlossbrücke, das Alte Museum und den Dom; Öl auf Papier, 78 cm × 136 cm[7]
Literatur
- Thomas Appel: Schmidt, Friedrich August, in ders.: Göttinger Künstlerlexikon. Maler - Grafiker - Bildhauer - Architekten vom 14. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, zugleich Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, Göttingen: Universitätsverlag Göttingen, 2022, ISBN 978-3-86395-504-5, S. 495–496; Digitalisat über die Deutsche Nationalbibliothek
- Helmut Plath: Hannover im Bild der Jahrhunderte, 3., erweiterte und verbesserte Auflage, Hannover: Verlagsgesellschaft Madsack & Co., 1966, S. 18–23, 105f.
- Bernhard Dörries, Helmut Plath (Hrsg.): Alt-Hannover 1500–1900 / Die Geschichte einer Stadt in zeitgenössischen Bildern von 1500–1900. vierte, verbesserte Auflage, Heinrich Feesche Verlag Hannover, 1977, ISBN 3-87223-024-7, S. 46, 58, 89, 136ff. insbesondere S. 141.
Weblinks
Commons: Friedrich August Schmidt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien