Friedrich Theodor Sponholz
deutscher Lehrer und evangelischer Geistlicher
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Leben
Friedrich Theodor Sponholz wurde geboren als Sohn des Pastors Carl Ludwig Sponholtz (1758–1823) und dessen Frau Dorothee Sofia Friederike, geb. Witte. Er besuchte die Schule in Neustrelitz und das Cöllnische Gymnasium in Berlin und die Gelehrtenschule in Friedland (Mecklenburg), wo er Michaelis 1806 das Abitur bestand. Von 1806 bis 1809 studierte er evangelische Theologie in Halle und Frankfurt (Oder). Danach wurde Sponholz 1811 Subrektor der Gelehrtenschule in Neubrandenburg. Von 1820 bis 1861 war er Pastor der Kirchengemeinde Rühlow. Von 1832 bis 1838 war er in Woldegk zugleich Vorsteher des Seminars für Küster und Lehrer in ritterschaftlichen und städtischen Gütern. Sponholz war Freimaurer und wird 1818 als Mitglied der St. Johannis-Loge Zum Friedensbunde in Neubrandenburg erwähnt. 1861 als Pastor emeritiert übersiedelte Sponholz Neujahr 1862 nach Berlin.
Sponholz war seit 1812 verheiratet mit Eleonore, geb. Rudolphi (* 1789), der ältesten Tochter des Pastors Johann Gottlieb Rudolphi (1760–1838) in Friedland (Mecklenburg). Bekannt sind zwei Söhne und eine Tochter.
Friedrich Theodor Sponholz, der 1816 Augenzeuge (?) des Einsturzes mittelalterlicher Gewölbekeller des ehemaligen Klosters Broda bei Neubrandenburger gewesen sein soll, war ein unermüdlicher Forscher auf dem Gebiet der Geschichte von Mecklenburg-Strelitz und durch gleichartige Interessenlage befreundet mit Franz Boll in Neubrandenburg, Johann Friedrich Gentzen in Neustrelitz und Georg Christian Friedrich Lisch in Schwerin. Er setzte die historisch-topographische Materialsammlung seines Schwiegervaters fort. Ein von Sponholz dazu erarbeitetes Manuskript blieb jedoch lange ungedruckt und bildete die wichtigste Grundlage der "Landeskunde von Mecklenburg-Strelitz" (1889) von Daniel Zander (1823–1905).
Sponholz war seit 1839 Mitglied des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, der Märkischen Gesellschaft für Geschichte und Altertum, aktives Mitglied im Entomologischen Vereins zu Stettin, der Gesellschaft zur Förderung des Gartenbaues in den Preußischen Provinzen und zuletzt Ehrenmitglied des Mecklenburg-Strelitzschen landwirtschaftlichen Vereins. Er besaß umfangreiche Sammlungen von Schmetterlingen, Mineralien und Versteinerungen.
Schriften
- Choralbuch in Ziffern. Neustrelitz 1834
- Schlußgebete, Fürbitten, Danksagungen und Abkündigungen nach gehaltenem Gottesdienste nebst Leichenlectionen für Landküster. Friedland 1836
- Wo lag Rethra? Neubrandenburg 1861
Weblinks
- Literatur über Friedrich Theodor Sponholz in der Landesbibliographie MV
- Website des Fördervereins der Kirche Kuppentin
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sponholz, Friedrich Theodor |
| ALTERNATIVNAMEN | Sponholtz, Friedrich Theodor; Sponholz, Christian Friedrich Ludwig Theodor (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe, Gymnasiallehrer und Pastor |
| GEBURTSDATUM | 10. März 1788 |
| GEBURTSORT | Tornow (Fürstenberg/Havel) |
| STERBEDATUM | 23. September 1862 |
| STERBEORT | Berlin |