Gábor Hegyi

ungarischer Barocktrompeter From Wikipedia, the free encyclopedia

Gábor Hegyi (* 1980 in Budapest) ist ein ungarischer Barocktrompeter, aus der Adelsfamilie Hegyi von Agyagfalva. Er lebt in Köln.

Gábor Hegyi 2022

Leben

Hegyi begann seine musikalische Ausbildung in der staatlichen Budapester Musikschule im X. Bezirk. Im Alter von 14 Jahren besuchte er das Béla-Bartók-Musikgymnasium, wo er mit 18 das Musikabitur ablegte. Mit 19 Jahren ging er nach Deutschland und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen das Fach „Diplom-Musiklehrer“, welches er mit Auszeichnung abschloss. Danach folgte das Aufbaustudium „künstlerische Ausbildung“ mit dem Hauptfach Trompete, das er ebenfalls mit der Note „sehr gut“ abschloss.

Gefördert von seinem Professor Horst-Dieter Bolz begann er früh, Barocktrompete zu spielen. Nach dem Unterricht bei Gabriele Cassone in Lausanne beschloss er, sich der historischen Aufführungspraxis zu widmen und absolvierte am Königlichen Konservatorium Den Haag den Masterstudiengang „Alte Musik“ mit dem Hauptfach Barocktrompete bei Susan Williams.

Er etablierte sich im Bereich der Alten Musik und musizierte in verschiedenen Ensembles wie zum Beispiel The Bach Ensemble (Leitung: Joshua Rifkin), Concerto con Anima, Concert Royal Köln, Elbipolis Barockorchester Hamburg, La Stagione Frankfurt, Akademie für Alte Musik Berlin oder Concerto Köln. Außerdem arbeitete er mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, der Opéra de Lausanne und der Staatsoper Stuttgart zusammen.

Als Kammermusiker und Solist trat er in Argentinien, Algerien, Deutschland, Frankreich, Holland, Italien, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Tunesien, und Ungarn auf.

Gabor spielte mehrere Rundfunkaufnahmen, CDs und TV-Aufnahmen in Europa, Nordafrika und Südamerika ein. Seine Welt-Ersteinspielung von Johann Wilhelm Hertels Concerto für Trompete, 2 Oboen und 2 Fagotte auf der CD Johann Wilhelm Hertel: Kammermusik für Bläser mit dem Ensemble Concert Royal Köln wurde 2015 mit einem Echo Klassik in der Sparte „Kammermusik-Einspielung des Jahres“ ausgezeichnet.[1] Seine Welt-Ersteinspielung mit sem Ensemble Concert Royal Köln „J. G. Linike: Sonata (Mortorium) Es-Dur á 5“ erhielt 2016 einen Echo Klassik in der Kategorie „Audiophile Mehrkanaleinspielung des Jahres“.[2] Seine Einspielung von Händels Oratorium Theodora mit sem Ensemble Il Pomo d’Oro erhielt 2023 den Edison Klassik Preis.[3]

Einzelnachweise

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