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GB D 4/4

Nassdampf-Schlepptenderlokomotiven der Gotthardbahn-Gesellschaft (GB) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die D 4/4 waren Nassdampf-Schlepptenderlokomotiven der Gotthardbahn-Gesellschaft (GB), die von 1882 bis 1901 in zwei Serien von Maffei und der SLM geliefert wurden. Bei den SBB erhielten die Güterzugslokomotiven die Nummern 4101–4136 und 4001–4005.

Weitere Informationen GB D 4/4 SEK Ηγ (Hg) / Ηδ (Hd) ...
GB  D 4/4
SEK Ηγ (Hg) / Ηδ (Hd)
Bauartbezeichnung:D 4/4
Nummerierung:101–123124–127128–131128 ab 1907132–136141–145
Anzahl:2344(1)55
Hersteller:MaffeiMaffeiSLMSLM
Baujahr(e):1882–831886189018951902
Ausmusterung:1912–19231926–1928
Bauart:D n2
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer:14870 mm14870 mm15314 mm15340 mm15230 mm
Fester Radstand:3900 mm4200 mm
Leermasse:47,5 t47,8 t51,9 t50,4 t52,8 t53,5 t
Dienst- und
Reibungsmasse:
54,0 t54,8 t58,0 t56,8 t58,2 t60,0 t
Radsatzfahrmasse:13,5 t13,7 t14,5 t14,2 t14,6 t15 t
Höchstgeschwindigkeit:45 km/h
Treibraddurchmesser:1170 mm1230 mm
Zylinderanzahl:2
Zylinderdurchmesser:520 mm
Kolbenhub:610 mm630 mm
Kesselüberdruck:10 atm12 atm12 atm15 atm
Indizierte Leistung:600 PS900 PS
Wasservorrat:8,5 m³8,2 m³8,2 m³8,5 m³9,0 m³
Brennstoffvorrat:4,5 t4,8 t4,8 t4,5 t5,0 t
Bremse:Spindelbremsedoppelte Westing-
housebremse
,
Gegendruckbremse
Besonderheiten:Brotankessel
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1. Serie Nr. 101–136 (Maffei)

Die Lokomotiven Nr. 102 und 103 in der Mitte des Zugs für den Brückenbelastungstest
D 4/4 Nr. 128, gebaut 1890 von Maffei
Typenskizze
D 4/4 Nr. 121 bei Wassen

Für die Beförderung der Güterzüge auf den Bergstrecken am Gotthard und am Monte Ceneri beschaffte die Gotthardbahn-Gesellschaft ab 1882 bei Maffei in München 4/4-gekuppelte Lokomotiven mit zweiachsigem Schlepptender. Den 31 Münchner Maschinen folgten 1895 die fünf weitgehend baugleichen von der SLM in Winterthur hergestellten Lokomotiven Nr. 132 bis 136.

Konstruktiv handelte es sich um auf vier Achsen erweiterte Lokomotiven vom Typ Bourbonnais die die einzigen ihres Typs in der Schweiz bleiben sollten. Die vierachsige Bauart ohne Laufachsen erlaubte die Ausnützung des ganzen Lokomotivgewichts als Reibungsgewicht.

Trotz des langen starren Radstandes und des grossen Überhangs bewährten sich die Maschinen am Gotthard. Sie erlaubten es, eine Anhängelast von 180 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h den Berg hinauf zu befördern. Die grossen Transportmengen führten dazu, dass auf den Bergstrecken für Güterzüge von 500 Tonnen Gewicht drei Lokomotiven eingesetzt wurden. Die Züge wurden mit einer D 4/4 und einer D 3/3 bespannt. Weil die damals zulässige Zughakenlast überschritten wurde, kam eine weitere D 4/4 oder D 3/3 als Schiebelokomotive zum Einsatz.

Die Lokomotiven der ersten Serie erhielten nach der Verstaatlichung bei den SBB die Nummern 4101 bis 4136.

1916 wurden 14 Lokomotiven an die ungarische Staatsbahn Magyar Államvasutak (MÁV) verkauft, die die 4102, 4104, 4106, 4118, 4110, 4111, 4117, 4122, 4119, 4120, 4109, 4123, 4126 und 4127 als 434,001–014 einreihte. Die neun Lokomotiven 434,002–006, 434,008, 434,010, 434,012 und 434,013 kamen nach dem Ersten Weltkrieg zu der rumänischen Căile Ferate Române (CFR), die anderen fünf wurden von 1952 bis 1962 ausgemustert.[1][2][3]

Fünf weitere Lokomotiven wurden an die griechische Staatsbahn Sidirodromoi Ellinikou Kratos (SEK) verkauft, die 1922 die Lokomotiven 4105 und 4112 als Ηγ (Eta-gamma) 431 und 432 und die Lokomotiven 4130, 4134 und 4135 als Ηδ (Eta-delta) 441 bis 443 einreihte.[4][5][6]

Nr. 128 mit Brotankessel

Maschine Nr. 128 wurde 1907 von SLM versuchsweise mit einem Brotankessel ausgerüstet. Die damals fast ausschliesslich aus Kupfer bestehenden Feuerbüchsen sollten aus Kostengründen durch eine einfachere Bauform ersetzt werden.

2. Serie Nr. 141–145 (SLM)

D 4/4 Nr. 141 der zweiten Serie gebaut 1901 von der SLM, Fabriknummer 1391

Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik lieferte 1901 weitere fünf Maschinen einer leicht veränderten zweiten Serie Nr. 141–145.

Diese Lokomotiven erhielten 1904/05 einen Dampftrockner nach System Pielock, der zwischen 1907 und 1916 durch den wirksameren Schmidt’schen Rauchröhrenüberhitzer ersetzt wurde. Die zweite Serie hatte als einzige Ausführung in der Schweiz zwei durch ein Rohr verbundene Dampfdome. Die Lokomotiven erhielten bei den SBB die Bezeichnung D 4/4 Nr. 4001–4005.

Literatur

  • Alfred Moser: Der Dampfbetrieb der schweizerischen Eisenbahnen: 1847 - 1966. 6., nachgeführte und ergänzte Auflage. Birkhäuser, Basel 1975, ISBN 978-3-7643-0742-4, S. 150–154.

Einzelnachweise

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