Kombinat Gießereianlagenbau und Gußerzeugnisse

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Der VEB Kombinat Gießereianlagenbau und Gußerzeugnisse Leipzig (GISAG) wurde 1969 gegründet und war ein Kombinat in der Deutschen Demokratischen Republik.

Schnelle Fakten VEB Kombinat Gießereianlagenbau und Gußerzeugnisse - GISAG, Leipzig ...
VEB Kombinat Gießereianlagenbau und Gußerzeugnisse - GISAG, Leipzig
Rechtsform VEB
Gründung 1969
Auflösung 1987
Sitz Leipzig, Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik
Leitung Lothar Poppe (1969–1978)
(Generaldirektor)
Mitarbeiterzahl ~30.000 (1981)[1]
Branche Anlagenbau und Gusserzeugnisse
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alternative Beschreibung
Logo der GISAG auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1978

Das Kombinat unterstand zuletzt dem Ministerium für Schwermaschinen- und Anlagenbau. Im Kombinat GISAG waren sowohl der Gießereianlagenbau als auch der Gießereibetrieb – also die Erzeugung von Gussteilen – der DDR gebündelt. Zu den Produkten aus dem Bereich des Anlagenbaus zählten Putzmaschinen, Kernmaschinen, Formmaschinen und komplette Gießereianlagen.

Der VEB Kombinat GISAG wurde 1969 gegründet und war zu diesem Zeitpunkt noch Teil der VVB Gießereien Leipzig. Nach Auflösung der VVB zum Jahresende 1978 übernahm das Kombinat die Industriezweigleitung für die zentralgeleiteten Gießereibetriebe. In diesem Zusammenhang wurden die Betriebe anderer Kombinate unterhalb der VVB Gießereien in das Kombinat GISAG eingegliedert. Dies betraf den VEB Metallgußkombinat Leipzig und den VEB Kombinat Stahlguß Karl-Marx-Stadt.[2][3] Im Jahr 1987 wurde das Kombinat GISAG wieder aufgelöst und die Betriebe des Kombinats wurden anderen übergeordneten Organisationen zugeordnet.[4] Ein Großteil ging hierbei auf das Kombinat Baukema über.

Schon zur Kombinatsgründung hatten die Betriebe der GISAG Schulden in Höhe von rund 60 Millionen Mark. Im Jahr 1971 wurden Bankkredite fällig, weswegen der Stammbetrieb in die Insolvenz gehen musste. In diesem Zuge drohte zeitweise ein Ausfall von Lohnzahlungen. In einem Stabilisierungsverfahren wurde das Kombinat bis 1975 zu einem „ökonomischen Normal“ zurückgeführt. Die Insolvenz stellte eine absolute Ausnahme in der DDR-Wirtschaftsgeschichte dar und wurde indirekt durch das Neue Ökonomische System (NÖS) ermöglicht. Vor Einführung des NÖS zu Beginn der 1960er-Jahre waren Betriebe zuvörderst für eine planmäßige Materialbereitstellung verantwortlich und die Erwirtschaftung eines Gewinns hatte nicht oberste Priorität. Ab 1975 wurde die Möglichkeit des Konkurses volkseigener Betriebe de facto abgeschafft.[5]

Zugehörige Betriebe

Zum Kombinat gehörten zuletzt die folgenden Betriebe (inkl. Verbleib nach Kombinatsauflösung 1987):

Einzelnachweise

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