Meng (Fluss)

Nebenfluss der Ill im österreichischen Bundesland Vorarlberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Meng entspringt der Roten Wand, einer Felsformation in den Nordostabhängen des Naafkopfes, in etwa 2154 Metern Seehöhe.[1] Sie fließt durch das Gamperdonatal (Mengschlucht) nach Norden, wo sie sich in der Vorarlberger Gemeinde Nenzing mit der Ill (Vorarlberg) vereinigt. Sie erreicht eine Länge von etwa 18 Kilometern. Linksseitig erheben sich die Berge der Galina-Gruppe, rechtsseitig liegt die Fundlkopf-Gruppe.

Turbinenanlage des 1897 eröffneten Mengbachwerks in Nenzing (1909)
Schnelle Fakten
Meng
Mengbach
Meng inmitten der Marktgemeinde Nenzing mit der Mengbrücke und dem Gampberg (1708 m) im Hintergrund

Meng inmitten der Marktgemeinde Nenzing mit der Mengbrücke und dem Gampberg (1708 m) im Hintergrund

Daten
Gewässerkennzahl AT: 812208
Lage Rätikon

Osterreich Österreich

Flusssystem Rhein
Abfluss über Ill Rhein Nordsee
Quelle östlich des Naafkopfs
47° 3′ 19″ N,  37′ 51″ O
Quellhöhe 2138 m ü. A.
Mündung in Nenzing in die Ill
47° 11′ 28″ N,  42′ 50″ O
Mündungshöhe 501 m ü. A.
Höhenunterschied 1637 m
Sohlgefälle 91 
Länge 18 km
Linke Nebenflüsse Trübbach, Gampbach
Gemeinden Nenzing
Meng (Fluss) (Rätikon)
Meng (Fluss) (Rätikon)
Quelle
Mündung
Rätikon
Quelle und Mündung der Meng
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An der Meng wurde 1897 von der Getzner Textil AG (damals Getzner, Mutter & Cie) das Mengbachwerk (Wasserkraftwerk) eröffnet und, weil die Wasserrechte an die Vorarlberger Illwerke AG abgetreten wurden, bis 1984 betrieben.[2]

Nach dem Hochwasser von 1910, das schwere Schäden im Ortsgebiet von Nenzing hinterließ, begann man dort mit der Errichtung umfangreicher Verbauungen, und war damit 1930 fertig. Seither gelang es, weitere Überflutungen besiedelten Gebietes zu verhindern. Mehrere heftige Hochwässer (z. B. 1999 und 2005), bei denen Verklausungen drohten, gaben Anlass, die Schutzbauten zu erweitern (Details siehe bei Mengschlucht).

Der Gampbach mit rund 5 Kilometern Länge kommt der Meng von linker Seite aus dem Gamptal, in welchem er in mehreren Kaskaden insgesamt über ca. 500 Meter hinunterstürzt, entgegen und vereinigt sich im Mittellauf mit ihr. Er fräst sich durch in den letzten Zwischeneiszeiten im Gamperdonatal abgelagerte, leicht erodierbare Schotterschichten, wodurch die Stufen entstehen.[3]

Name

Das Gewässer ist in einer Urkunde von 1391 als bach genant der máng erstgenannt. Noch lange Zeit hieß es der Meng.[4]

Zuflüsse

  • Güfeltobelbach (links)
  • Stafeldonbach (links)
  • Plattenbach (rechts)
  • Seebächle (rechts)
  • Salaruelbach (Tschanlanzerbach) (rechts)
  • Kunklertobel (links)
  • Schmarzbächle (rechts)
  • Virgloriabach (rechts)
  • Trübbach (links)
  • Grosstalbach (rechts)
  • Weissbach (rechts)
  • Sägebach (rechts)
  • Dunkelbach (rechts)
  • Gampbach (links)

Wirtschaftliche Nutzung

siehe: Mengschlucht

Einzelnachweise

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