Gençay
französische Gemeinde
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Gençay ist eine französische Gemeinde mit 1653 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Vienne im Westen Frankreichs.
| Gençay | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Vienne (86) | |
| Arrondissement | Montmorillon | |
| Kanton | Lussac-les-Châteaux | |
| Provinz | Poitou | |
| Gemeindeverband | Civraisien en Poitou | |
| Koordinaten | 46° 22′ N, 0° 24′ O | |
| Höhe | 105–138 m | |
| Fläche | 4,74 km² | |
| Bürgermeister | François Bock | |
| Einwohner | 1.653 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 349 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 86160 | |
| INSEE-Code | 86103 | |
| Website | https://www.gencay.fr/ | |
Geografie
Geschichte
Einzelne Spuren belegen die Besiedlung der Gemarkung in gallo-römischer Zeit.
Im 10. Jahrhundert war der Ort Hauptort der Viguerie und Archipresbyterat des Sprengels. Die alte Festung wurde zwei Jahre lang vom Herzog von Berry belagert. Erst 1375 wurde sie von Bertrand du Guesclin eingenommen. Im 15. Jahrhundert stand Gençay unter der Herrschaft des Hauses La Trémoille.
Der Name Gençay taucht zum ersten Mal zwischen 986 und 999 auf und wurde damals Gentiaco genannt. Er kommt vom römischen Namen Gentius und einem Zusatz, der auf die Lage hinweist. Man findet Hinweise darauf, dass Menschen dort schon in römischer Zeit gelebt haben.[1]
Im 10. Jahrhundert war Gençay ein wichtiger Ort in der Region. Die erste Festung, das castrum Gentiacum, wurde um 993 erwähnt. Diese Festung wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Einmal war es Wilhelm der Große, der dies tat. Im 11. Jahrhundert waren die Herren von Rancon die Besitzer, später, ab dem 13. Jahrhundert, die Familie L'Isle-Bouchard.[2]
Nach einer Schlacht im Jahr 1356 kam Gençay in die Hände der Engländer. Aber 1375 konnten die ursprünglichen Besitzer den Ort zurückgewinnen. Später, im 15. Jahrhundert, stand Gençay unter der Herrschaft des Hauses La Trémoille. Im Jahr 1753 wurde der Ort an Jacques-Charles de Créquy-Hesmond verkauft. Danach gehörte er Jean Maumilon.[3]
Die Burg blieb während der Französischen Revolution erhalten. Aber danach, ab 1814, verfiel sie und wurde als Steinbruch genutzt. 1840 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1969 fanden mehrere Ausgrabungen und Restaurierungen statt. 1945 wurde ein Baum als Zeichen der Freiheit gepflanzt.[4]
Sehenswürdigkeiten
Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Gençay
- Im Ort stehen einige sehr alte, sehenswerte Häuser. Das Wohnhaus La Briauderie und das Hôtel des Trois-Marchands sind als Inscrit Monument Historique unter Denkmalschutz.
- Die Ruinen der Befestigungsanlage aus dem 13. Jahrhundert mit ihren fast dreieckigen Gebäuden, runden Ecktürmen und Torburgen sind als Monument historique klassifiziert.
- Das Château de La Roche aus dem 15. bis 17. Jahrhundert ist heute ein Museum zur Geschichte des Malteserordens.
- Die romanische Kirche Notre-Dame entstand im 12. Jahrhundert.
Städtepartnerschaften
Die Stadt unterhält seit 1972 eine Partnerschaft zu der deutschen Stadt Breckerfeld in Nordrhein-Westfalen.
Literatur
- Le Patrimoine des Communes de la Vienne. Band 1, Flohic Editions, Paris 2002, ISBN 2-84234-128-7, S. 310–317.
- Christophe Evrard: ''Le château médiéval de Gençay (Vienne)''. Poitiers 1992, 79 S.
