Generalsmemoiren (Wehrmacht)

nachträgliche Darstellung des Zweiten Weltkriegs durch einen General oder Offizier der deutschen Wehrmachtt From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Generalsmemoiren werden zahlreiche nach dem Zweiten Weltkrieg erschienene Publikationen bezeichnet. Meist in hohen Auflagen herausgegeben, oft auch mit Übersetzungen, wirkten sie über die angelsächsische Rezeption auf die deutsche Militärforschung zur Wehrmacht zurück.[1] Verfasst wurden sie von ranghohen Offizieren, die in der Wehrmacht führende Positionen innehatten und mit der Tradition des preußisch-deutschen Offizierkorps brechend ihre Memoiren und Kriegserinnerungen veröffentlichen wollten.[2]

In von Holocaust und Massenmorden gereinigten Erinnerungen präsentierten sich die Generäle als operative Köpfe und geniale Strategen, die durch Adolf Hitler eingeengt, gebremst, behindert und verraten worden seien. Ihren Teil der Schuld an Krieg und Kriegsverbrechen schoben sie anderen zu und verharmlosten die Rolle des Oberkommandos der Wehrmacht und des Oberkommandos des Heeres. In den Memoiren fanden Soldaten und Angehörige Erklärungen und Trost für ihr Schicksal sowie die Gewissheit, die Wehrmachtssoldaten hätten ihre Pflicht erfüllt und ehrenvoll gekämpft, sodass die Familien stolz auf sie sein könnten.[1] Vor allem Guderian, Kesselring und Manstein übertrugen geschickt die gängigen Helden- und Opfernarrative auf sich selbst. Die verwendete Selbstbezeichnung war nicht etwa «Hitlers Generäle» sondern schlicht Soldat.[3]

Autoren und Werke

Der Historiker Wolfram Wette führt die folgenden Autoren an:[4]

Literatur

  • Michael Bertram: Das Bild der NS-Herrschaft in den Memoiren führender Generäle des Dritten Reiches – eine kritische Untersuchung. Ibidem 2009, ISBN 978-3-8382-0034-7. (nicht eingesehen)

Einzelnachweise

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