George McNeil
US-amerikanischer Maler, Grafiker und Kunstpädagoge
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George Joseph McNeil (* 22. Februar 1908 in New York City; † 11. Januar 1995 ebenda) war ein US-amerikanischer Maler, Grafiker und Kunstpädagoge, der vor allem mit dem abstrakten Expressionismus in Verbindung gebracht wird. Neben seiner künstlerischen Arbeit war er über mehrere Jahrzehnte hinweg als Lehrer an verschiedenen Kunsthochschulen tätig.
Leben
George McNeil wuchs in einer irischstämmigen Arbeiterfamilie in Brooklyn auf. Bereits als Jugendlicher nahm er an Kunstkursen am Brooklyn Museum teil. Er studierte am Pratt Institute sowie an der Art Students League of New York, wo er unter anderem bei Jan Matulka und Václav Vytlacil ausgebildet wurde. Von 1933 bis 1937 setzte er seine Ausbildung bei Hans Hofmann fort und arbeitete in dieser Zeit als dessen Assistent. In den 1930er Jahren war George McNeil im Rahmen des WPA Federal Art Project tätig. 1936 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der American Abstract Artists. Auf der New York World’s Fair im Jahr 1939 waren seine Werke als eine der wenigen abstrakten Gemälde in der Ausstellung zu sehen. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er Militärdienst in der United States Navy. In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre lehrte er an der University of Wyoming. Anschließend unterrichtete er Kunst und Kunstgeschichte am Pratt Institute sowie an der New York Studio School. Diese Lehrtätigkeit übte er bis 1981 aus. 1989 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt.
George McNeil wird der New York School und dem Abstrakten Expressionismus zugerechnet. Seine erste Einzelausstellung fand 1950 in der Egan Gallery statt. Insgesamt veranstaltete er zu Lebzeiten mehr als vierzig Einzelausstellungen. Bei den bis in die frühen 1960er Jahre entstandenen abstrakten Arbeiten stehen formale und malerische Aspekte im Vordergrund. In späteren Werkphasen kamen figürliche und gegenständliche Motive wie Tänzer, Badende, urbane Szenen, Sportereignisse oder Graffiti hinzu, die er mit abstrakten Bildstrukturen kombinierte. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen in den Vereinigten Staaten, darunter im Museum of Modern Art, im Metropolitan Museum of Art, im Whitney Museum of American Art, im San Francisco Museum of Modern Art, im Museum of Contemporary Art, Los Angeles sowie im Walker Art Center.
Literatur
- Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Leipzig, 1982.
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 9: Maele – Müller. Paris, 2006.
- Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff: Allgemeines Künstlerlexikon. Internationale Künstlerdatenbank. De Gruyter, Berlin, 2009.