Gerald E. Miller

US-amerikanischer Offizier, Vizeadmiral der US-Navy From Wikipedia, the free encyclopedia

Gerald Edward Miller (* 1. Juli 1919 in Sheridan, Sheridan County, Wyoming; † 6. November 2014 in Oakton, Fairfax County, Virginia) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der United States Sixth Fleet.

Gerald E. Miller

Ende 1941 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral. Nach dem amerikanischen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg diente er zwei Jahre lang auf dem Leichten Kreuzer USS Richmond. Dieser war im Gebiet um die Aleuten eingesetzt. Anschließend wurde er zum Marineflieger ausgebildet. Als solcher kam er aber im Zweiten Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz.

Nach dem Krieg setzte er seine Laufbahn als Marineflieger fort. In den Jahren 1949 und 1950 studierte er an der Stanford University in Kalifornien. Während des Koreakriegs gehörte er zunächst dem Stab der Task Force 77 an. Danach kommandierte er eine Marineflugstaffel, die im laufenden Krieg eingesetzt wurde. Zwischen 1953 und 1957 war er Stabsoffizier in der Personalabteilung der Navy in Washington, D.C. Danach kommandierte er bis zum Jahr 1959 eine auf Flugzeugträgern stationierte Luftgruppe (Carrier Air Group 17). Nach einer kurzen Zeit im Stab der Joint Chiefs of Staff wurde Miller nach Omaha in Nebraska versetzt. Von 1960 bis 1962 war er dort Stabsoffizier in der zusammen mit der United States Air Force betriebenen Einheit für gemeinsame strategische Planungen (work with the Air Force in joint strategic target planning, JSTPS).

Im Jahr 1962 erhielt er das Kommando über das Munitionsschiff USS Wrangell, das unter anderem im Mittelmeer operierte. Danach wurde er Kapitän des Flugzeugträgers USS Franklin D. Roosevelt, der damals ebenfalls im Mittelmeer eingesetzt war. Miller behielt dieses Kommando bis zum Jahr 1964. Danach gehörte er bis zum Jahr 1968 dem Stab des Chief of Naval Operations (CNO) an, wobei er als Berater in Sachen Marinefliegerei direkt dem Vice Chief of Naval Operations unterstand. Danach kommandierte er die Task Force 77, mit der er in den Jahren 1968 und 1969 im Vietnamkrieg eingesetzt war.

Nach einer kurzzeitigen Rückkehr zum Stab des CNO erhielt er im Jahr 1970 das Kommando über die 2. Flotte, die damals hauptsächlich für Ausbildung und Manöver innerhalb der Atlantikflotte zuständig war. Im Oktober 1971 übernahm Gerald Miller als Nachfolger von Isaac C. Kidd Jr. das Kommando über die sechste amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum Juni 1973, als er von Daniel J. Murphy abgelöst wurde. Anschließend kehrte er nach Omaha in Nebraska zurück, wo er bis zu seiner Pensionierung am 1. September 1974 stellvertretender Leiter der JSTPS war, für die er Anfang der 1960er Jahre bereits tätig war.

Nach seiner Pensionierung engagierte sich Miller in einigen Marineorganisationen wie der Association for Naval Aviation und dem Naval Institute. Er veröffentlichte zwei Sachbücher zu den Themen Nuklearwaffen und Flugzeugträgern. Er starb am 6. November 2014 und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Gerald Miller wurde im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem die Auszeichnungen Distinguished Flying Cross, die Bronze Star Medal und sieben Mal die Air Medal verliehen.

Related Articles

Wikiwand AI