Gérard Depardieu

französisch-russischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Gérard Xavier Marcel Depardieu [ʒeʁaʁ gzavje maʁsɛl dəpaʁdjø] (Gérard Depardieu anhören/?; * 27. Dezember 1948 in Châteauroux, Indre) ist ein französischer Schauspieler. Er zählt seit den 1970er Jahren zu den bedeutendsten Charakterdarstellern des französischen Films. Er spielte auch in populären Komödien, darunter Asterix-Verfilmungen.

Gérard Depardieu (2015)

Leben und Werk

Herkunft und Jugend

Gérard Depardieu wurde als drittes von sechs Kindern eines Klempners geboren. Er wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen in Châteauroux auf, und seine Eltern konnten weder lesen noch schreiben. Nach schulischen Problemen aufgrund von Sprachstörungen galt er als labil und aufsässig. In seiner Autobiografie erzählt er, dass er sich ab dem Alter von zehn Jahren an homosexuelle Männer prostituiert habe.[1][2][3] Mit dreizehn Jahren begann er eine Druckerlehre, brach diese jedoch bald ab. In seiner Freizeit widmete er sich in einer US-Kaserne dem Boxsport. Depardieu geriet mehrmals aufgrund von Diebstählen und Schmuggel mit der Polizei und Zollbehörden in Konflikt. Zusätzliche Geldeinnahmen erzielte er aus dem Verkauf wertvoller Grabbeigaben, die er auf Friedhöfen ausgrub.[1]

Berufliche Laufbahn

Schauspielkarriere

Im Jahr 1964 wurde Depardieu von einem Freund, dem Schauspielschüler Michel Pilorgé, überredet, mit ihm nach Paris zu ziehen. Nach dem Besuch einer Molière-Aufführung beschloss Depardieu, selbst Schauspieler zu werden. Am Théâtre National Populaire wurde sein Talent erkannt, und er erhielt kostenlosen Unterricht. Ab 1966 absolvierte er die École d’Art dramatique von Jean-Laurent Cochet am Theâtre Edouard VII. Eine seiner Mitschülerinnen war Claude Jade. Bald folgten Engagements am Theater sowie kleine Auftritte in Film und Fernsehen.

Depardieu bei der César-Verleihung 1991

Auf Vermittlung des Theaterregisseurs Claude Régy lernte Depardieu die Schriftstellerin Marguerite Duras kennen, die in den folgenden Jahren vier Filme mit ihm drehte. 1971 bzw. 1974 erschienen die Filmdramen Nathalie Granger nach einem Roman von Duras und Die Ausgebufften (mit den jungen Nachwuchstalenten Patrick Dewaere und Miou-Miou sowie Jeanne Moreau), die ihm den Durchbruch brachten und auch außerhalb des französischen Sprachraums Aufmerksamkeit erregten. Bereits 1976 spielte Depardieu in dem international besetzten Filmepos 1900 des italienischen Regisseurs Bernardo Bertolucci eine Hauptrolle neben Robert De Niro, Dominique Sanda, Donald Sutherland und Burt Lancaster. 1980 spielte er mit Catherine Deneuve und Heinz Bennent in dem Kriegsdrama Die letzte Metro des Starregisseurs der Nouvelle Vague, François Truffaut. Unter dessen Leitung trat er erneut 1981 an der Seite von Fanny Ardant in dem Liebesdrama Die Frau nebenan auf. Viele seiner frühen Filme prägen auf lange Zeit Depardieus Image eines jungen Wilden, unangepassten Anti-Bürgerlichen, des Liebhabers, Kleinkriminellen, Nichtsnutzes und Rebellen und reflektieren somit anarchische Züge im Geist der 1970er Jahre; vgl. beispielsweise Maîtresse (1976, Regie Barbet Schroeder), Barocco (1976, Regie André Téchiné), Die wilden Mahlzeiten (1976, Regie Francis Girod), Süßer Wahn (1977, Regie Claude Miller).

In späteren Produktionen, darunter zahlreiche Literaturverfilmungen, spielte Depardieu oft charismatische historische Figuren. Produktionen, die über die Grenzen Frankreichs hinaus Beachtung fanden, waren etwa Jean Florette (1986, Regie Claude Berri) nach dem Roman Die Wasser der Hügel des provenzalischen Schriftstellers Marcel Pagnol, Camille Claudel (1988, an der Seite von Isabelle Adjani, Regie Bruno Nuytten, über die Beziehung zwischen der Bildhauerin Claudel und ihrem Lehrer Auguste Rodin, dargestellt von Depardieu), Germinal (1993) nach dem gleichnamigen Romanepos von Émile Zola, La vie en rose über das Leben der Sängerin Édith Piaf (2007, an der Seite von Marion Cotillard, Regie Olivier Dahan, Depardieu spielt Piafs Entdecker, den Theaterdirektor Louis Leplée) sowie Verfilmungen mehrerer Asterix-Comics (1999, 2002, 2008, 2012) mit Depardieu in der Rolle des Obelix.

So rückte Depardieu zum führenden Charakterdarsteller seiner Generation auf. 1991 erhielt er für die Titelrolle in Jean-Paul Rappeneaus Cyrano von Bergerac eine Oscar-Nominierung. Für den wichtigsten französischen Filmpreis, den César, war er sechzehnmal nominiert, was einen Rekord darstellt; seinen ersten César gewann er für die Hauptrolle in Die letzte Metro. Bis 2022 war er in mehr als 240 Film- und Fernsehrollen zu sehen,[4] davon mehr als 200 Filmrollen, etwa 30 Fernsehrollen und einige Auftritte in Kurzfilmen. In vielen Produktionen wirkte er nach eigenem Bekunden vor allem aus finanziellen Gründen mit und bekannte: „Ich habe auch viel Müll gedreht […] Ich bin immer noch der kleine Rowdy aus Châteauroux, der [gern] gute Geschäfte macht.“[5] Ein Dutzend Filme produzierte Depardieu selbst, er führte viermal Regie und half zudem in Produktionen befreundeter Regisseure mit Gastauftritten aus, etwa in Der Husar auf dem Dach (1995).[6]

Weitere Aktivitäten: Weinbau und Gastronomie

Depardieu ist als Weinproduzent tätig. 1989 erwarb er das Weingut Château de Tigné im Anjou.[7] Für das Weingut La Clef des Terroirs, das Weinbau auf biologisch-dynamische Weise betreibt, engagierte er den aus Bordeaux stammenden Önologen Bernard Magrez.[8] Weltweit besitzt Depardieu 14 Wein- und Landgüter, unter anderem in Burgund, dem Médoc und dem Département Hérault im Languedoc. Darüber hinaus investierte er im Maghreb, auf der Krim und in Argentinien.[9]

Außerdem besitzt Depardieu in Paris mehrere gehobene Gaststätten, etwa die Weinbars Le Bien Décidé (inzwischen geschlossen) und Relais de la Poste in der Rue du Cherche-Midi sowie das Luxusrestaurant L’Écaille de la Fontaine im Opernviertel.[10] Das Luxusrestaurant La Fontaine Gaillon, das Depardieu 2003 ebenfalls im Pariser Opernviertel eröffnete, verkaufte er im Juni 2019.[11] Depardieu investierte ferner in eine Fischhandlung, Moby Dick,[12] und ein Feinkostgeschäft mit japanischen Delikatessen,[13] beides in der Rue du Cherche-Midi in Paris.

Im Oktober 2004 erschien Depardieus Mein Kochbuch.

Privates

Ehen und Beziehungen

Carole Bouquet mit Gérard Depardieu, 2001

Depardieu war von 1970 bis 1996 mit der Schauspielerin Élisabeth Guignot verheiratet. Aus der Ehe gingen die beiden Kinder Guillaume und Julie hervor, die ebenfalls Schauspieler wurden. Guillaume starb im Oktober 2008 im Alter von 37 Jahren an einer Lungenentzündung infolge einer Krankenhausinfektion. Depardieu hat außerdem eine im Januar 1992 geborene Tochter aus einer außerehelichen Beziehung. Das Bekanntwerden dieser Verbindung führte zur Scheidung von Guignot.[14]

Nach der Scheidung 1996 begann Depardieu eine Liebesbeziehung mit der Schauspielerin Carole Bouquet, mit der er von 2003 bis 2005 verlobt war. Seither lebt er mit einer 29 Jahre jüngeren Frau zusammen, einer ehemaligen Literaturstudentin der Harvard-Universität, die ein Weingut in der Toskana verwaltet. Von 2001 bis 2006 führte er außerdem eine weitere Beziehung, aus der ein Sohn (* 14. Juli 2006) hervorging. Depardieu benannte sein jüngstes Kind nach seinem verstorbenen Freund Jean Carmet.

Emigration nach Steuererhöhung

Gérard Depardieu trifft Wladimir Putin am 6. Januar 2013 in Sotschi.

Im Jahr 2012 beabsichtigte die französische Regierung die Einführung einer Reichensteuer. Um dieser zu entgehen, verlagerte Depardieu im Dezember 2012 seinen Wohnsitz nach Estaimpuis-Néchin in Belgien[15] und kündigte an, die französische Staatsbürgerschaft aufzugeben, was nach dem Code civil nur möglich ist, wenn der Antragsteller zuvor eine andere Staatsangehörigkeit erworben hat.[16][17][18][19] Am 20. Dezember 2012 bot Russlands Präsident, Wladimir Putin, Depardieu die russische Staatsbürgerschaft an,[20] Depardieu beantragte sie und erhielt sie am 3. Januar 2013 per Präsidentenerlass.[21] Am 7. Januar 2013 räumte Depardieu öffentlich ein: „Zwar besitze ich einen russischen Pass, doch [im Herzen] bin ich Franzose.“[22] Seinen Wohnsitz bezog Depardieu offiziell in der russischen Stadt Saransk und kündigte an, dort ein Restaurant zu eröffnen.[23] Seit 2013 besitzt er auch eine Wohnung in Grosny, die ihm vom Präsidenten der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, geschenkt wurde.[24]

Ende Juli 2015 verhängte der Nationale Sicherheitsdienst der Ukraine ein fünfjähriges Einreiseverbot gegen Depardieu, nachdem ihn das ukrainische Kulturministerium als Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes bezeichnet hatte. Im Jahr zuvor soll Depardieu gesagt haben: „Ich liebe Russland und die Ukraine, die ein Teil von Russland ist.“[25] Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 erklärte Depardieu, dass er gegen diesen „Bruderkrieg“ sei. Er sei ein „verrückter und inakzeptabler Exzess“ Wladimir Putins, für dessen Verhalten die russische Bevölkerung „nicht verantwortlich“ sei. Depardieu rief zu einem Waffenstillstand auf und kündigte an, den Erlös aus seinen Auftritten Anfang April 2022 im Théâtre des Champs-Élysées ukrainischen Opfern zu spenden.[26] Putins Sprecher, Dmitri Peskow, bot Depardieu eine „Belehrung“ an – dieser müsse „aufgeklärt“ werden, sagte Peskow.[27]

Depardieu erwarb, wie in der französischen Presse im Jahr 2022 berichtet wurde, neben der russischen auch die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.[28]

Alkoholkrankheit

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete im Jahr 2023, dass Depardieu zu Dreharbeiten oft alkoholisiert erscheine, seinen Text nicht beherrsche und dieser ihm z. B. über Kopfhörer souffliert werde.[29] Bereits am 18. Mai 1998 brach er sich bei Versailles beim Sturz von einem Roller ein Bein,[30] und ein Bluttest ergab einen Alkoholgehalt von 2,55 Promille. Zur Strafe wurde Depardieu der Führerschein für 15 Monate entzogen, und er erhielt eine zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe von drei Monaten.[31]

In seinem Buch Vivant berichtete Depardieu 2004, der Alkohol mache ihn „völlig alle“. Zugleich enthüllte er, dass er eine Lebertransplantation hinter sich habe, nach der er sich wie „wiederauferstanden“ fühle.[32][33]

Am 29. November 2012 fiel er auf der Place du Général Catroux in Paris betrunken von seinem Motorroller; ein Bluttest ergab diesmal einen Alkoholgehalt von 1,8 Promille. 2013 erhielt Depardieu dafür eine Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro und ein Fahrverbot von sechs Monaten.[34] Trotzdem durfte Depardieu Pkw und Motorroller fahren, da er auch eine belgische Fahrerlaubnis besitzt, die weiterhin gültig war.[35] 2014 berichtete er, er trinke täglich bis zu 14 Flaschen Wein.[36]

Vergewaltigungsvorwürfe

Gegen Depardieu wurden seit 2018 von mehreren Frauen Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe erhoben. Am 27. August 2018 erstattete die Schauspielerin Charlotte Arnould Anzeige. Depardieu sagte, ihre Anschuldigung tue ihm weh, weil sie unbegründet sei.[37] DNA-Proben, mit denen sich ein Geschlechtsakt hätte nachweisen lassen, wurden nicht genommen, sodass Aussage gegen Aussage stand. Die Pariser Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein. Im August 2020 erstattete Arnould abermals Anzeige, was die Wiederaufnahme des Verfahrens notwendig machte,[38][39][40] und am 10. März 2022 stellten die Justizbehörden offiziell fest, dass es „schwerwiegende und übereinstimmende Indizien“ für eine Vergewaltigung Arnoulds gebe. Depardieu bestritt dies erneut und sagte aus, sie habe seinerzeit in alles eingewilligt.[41][42]

Ende April 2024 teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit, dass im Oktober 2024 ein Prozess gegen Depardieu wegen Vorwürfen sexueller Gewalt an zwei Frauen eröffnet werde. Depardieu war zuvor auf einer Pariser Polizeiwache zu Vorwürfen von zwei Frauen vernommen worden, die ihm Übergriffe im Jahr 2021 während Dreharbeiten zu Jean Beckers Film Les Volets verts vorwarfen. Ähnliche Vorwürfe erhob die Schauspielerin Hélène Darras zu Dreharbeiten mit Depardieu im Jahr 2014, doch wurde in diesem Fall wegen Verjährung keine Anklage erhoben.[43] Depardieu bestritt alle Vorwürfe[44] und bezeichnete sich in der Tageszeitung Le Figaro als Opfer „medialer Lynchjustiz“. Künstlerinnen wie Charlotte Rampling und Carla Bruni sprangen ihm bei und beklagten, dass für Depardieu die Unschuldsvermutung offenbar nicht gelte. Am 13. Mai 2025 wurde Depardieu in einem Fall schuldig gesprochen, und das Gericht verhängte eine Strafe von 18 Monaten Haft auf Bewährung und ordnete eine behördliche Registrierung Depardieus als Sexualstraftäter an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Stand Mai 2025).[45]

Filmografie

Auszeichnungen und Nominierungen

Depardieu beim Festival de Cannes 2010
  • 1975: Quartett Bestial (Sept morts sur ordonnance), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1976: Die letzte Frau (La dernière femme), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1977: Sag ihm, dass ich ihn liebe, auch bekannt als Süßer Wahn oder Der süße Wahn (Dites-lui que je l’aime), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1978: Zucker, Zucker (Le sucre), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1981: César, Bester Hauptdarsteller, Die letzte Metro
  • 1983: Danton, César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1983: Les compères, César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1984: Fort Saganne, César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1985: Filmfestspiele Venedig, Bester Hauptdarsteller, Der Bulle von Paris
  • 1985: Chevalier des Ordre national du Mérite
  • 1987: Die Sonne Satans (Sous le soleil de Satan), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1988: Camille Claudel (Camille Claudel), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1989: Zu schön für Dich (Trop belle pour toi), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1990: Filmfestspiele Cannes 1990, Bester Hauptdarsteller, Cyrano von Bergerac
  • 1990: Europäischer Filmpreis für Bester Darsteller, Nominierung, Cyrano von Bergerac
  • 1991: César, Bester Hauptdarsteller, Cyrano von Bergerac
  • 1991: Oscar, Nominierung Bester Hauptdarsteller, Cyrano von Bergerac
  • 1991: Golden Globe Award Bester Hauptdarsteller, Green Card
  • 1992: British Academy Film Award, Bester Hauptdarsteller, Nominierung, Cyrano von Bergerac
  • 1994: Die Auferstehung des Colonel Chabert (Le colonel Chabert), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 1996: Ritter der Ehrenlegion
    • Nachdem die französische Kultusministerin Rima Abdul Malak, „angewidert“ von Depardieus respektlosem und sexistischem Umgang mit Frauen, ein Disziplinarverfahren der Ehrenlegion gegen ihn angekündigt hatte, hat Depardieu im Dezember 2023 seine Mitgliedschaft in der französischen Ehrenlegion selbst „zur Verfügung“ gestellt.[46]
  • 1997: Internationale Filmfestspiele von Venedig 1997, Goldener Löwe für sein Lebenswerk
  • 1998: DIVA-Award
  • 2002: Ritter (frz.: Chevalier) des Ordre national du Québec;[47] dies wird im Bereich des Commonwealth mit dem Namenszusatz CQ abgekürzt
  • 2006: Moscow International Film Festival: Stanislavsky-Preis für das schauspielerische Lebenswerk
  • 2006: Chanson d’Amour (Quand j’étais chanteur), César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 2010: Mammuth, César-Nominierung für den besten Darsteller
  • 2010: Benennung eines Asteroiden nach ihm: (19999) Depardieu
  • 2013: Ehrenbürgerschaft der belgischen Gemeinde Estaimpuis[49]
  • 2013: Ehrenbürgerschaft der russischen Stadt Grosny[50]
  • 2016: Valley of Love – Tal der Liebe, César-Nominierung für den besten Darsteller

Deutsche Synchronstimme

Zu Beginn seiner Karriere hatte Depardieu keine feste Synchronstimme, er wurde unter anderem häufiger von Christian Brückner, Wolfgang Pampel oder Thomas Danneberg synchronisiert. Ab den 1980er Jahren hat sich Manfred Lehmann als Standardstimme durchgesetzt und ist es seit dieser Zeit beinahe ausnahmslos.[51] Der Synchronregisseur Osman Ragheb besetzte Torsten Münchow in seiner ersten Synchronrolle auf Depardieu in Die Gaspards, da man eine Synchronstimme neben Manfred Lehmann suchte.[52] Münchow wurde zuletzt in Welcome to New York besetzt.

Musik

  • 1980: Gérard DepardieuIls Ont Dit Moteur … Coupez! RCA Victor – PL 37381, France 1980.[53][54]

Schriften

Literatur

Dokumentarfilme

  • Depardieu, voll im Leben. (OT: Depardieu – vivre aux éclats.) Dokumentation, Frankreich, 1999, Kino: 71 Min., Fernsehen: 52 Min., Buch: Jean-Claude Esguevives, Jean-Claude Guidicelli, Serge Toubiana, Regie: Jean-Claude Guidicelli, Produktion: Pmp – Morgane, arte France.[56]
  • Gérard Depardieu – Mein Leben. Dokumentation, Deutschland, 2008, 43 Min., Regie: Andreas Schlosser und Andreas Strasser, Produktion: Ilona Grundmann Filmproduction, ZDF, arte, Erstsendung: 23. November 2008 bei arte, Inhaltsangabe.
  • Reise durch den Kaukasus. Gérard Depardieu auf den Spuren von Alexandre Dumas. Dokumentarfilm, Frankreich, Aserbaidschan, 2012, 55 Min., Buch und Regie: Jean-Pierre Devillers, Stéphane Bergouhnioux, Produktion: arte France, Erstsendung: 4. Mai 2014 bei arte, Inhaltsangabe von ARD. Depardieu unterwegs mit dem Comiczeichner Mathieu Sapin.
  • Schlemmen mit Gérard Depardieu. (OT: À pleines dents!) Dokumentarfilm-Reihe in fünf Teilen à 44 Min., Frankreich, 2015, Buch und Regie: Stéphane Bergouhnioux und Sébastien Fallourd, Produktion: Les Films d’Ici, arte France, Reihe: Schlemmen mit Gérard Depardieu, Erstsendungen: 12. – 16. Oktober 2015 bei arte, Filmportal von arte. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  • Begegnung mit Gérard Depardieu. Gespräch, Frankreich, 2015, 27:35 Min., Regie: Olivier Père, Produktion: arte France, Reihe: Filmgrößen, Erstsendung: 16. März 2017 bei arte.
  • Unterwegs mit Gérard Depardieu – Japan. (OT: Gérard de par le monde: Japon.) Dokumentarfilmreihe in fünf Folgen à 27 Min., Frankreich, 2018, Buch und Regie: Sébastien Fallourd, Produktion: Nompareille Productions, arte France, Reihe: Unterwegs mit Gérard Depardieu – Japan, Erstsendungen: 3.–7. September 2018 bei arte.

Einzelnachweise

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