Gerhart-Hauptmann-Haus (Düsseldorf)
Gebäude in Düsseldorf
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Das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (früher „Haus des Deutschen Ostens“) ist Sitz der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und befindet sich an der Bismarckstraße 90 in Düsseldorf. Der Bau wurde von Walter Kroner und Bruno Lambart von 1960 bis 1962 erbaut.[1][2] Die Stiftung dient der Auseinandersetzung mit der europäischen und deutschen Zeitgeschichte und weist eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Geschichte Ostmittel- und Osteuropas auf.[3]


Beschreibung des Bauwerkes
Die unteren Geschosse des fünfgeschossigen Betonbaus sind vollständig verglast. Darüber wurde im linken Drittel der Fassade ein Glockenspiel eingebaut. Dieses ist von den Wappen ehemaliger deutscher Kulturregionen wie Ostpreußen oder Niederschlesien umgeben (in der unteren Reihe auch die Wappen Düsseldorfs und des Bundes). Das Glockenspiel wird bekrönt von einem Modell des Daches des Danziger Krantores, welches bis 1945 als nationales deutsches Symbol galt. Es besteht aus 20 einzelnen Glocken und wurde 1985 eingeweiht. Die anderen zwei Drittel der Fassade zeigen eine zweigeschossige schlichte Fensterzeile aus zwei Reihen quadratischer Fenster. Dahinter befindet sich der Eichendorff-Saal. Darüber befinden sich Bahnen aus Betonplatten mit Fensterreihen aus nahtlos nebeneinander liegenden quadratischen Fenstern.[1][2]
Geschichte
Das Gebäude wurde von der Stiftung Haus des Deutschen Ostens im Juni 1963 eröffnet[4] und diente als Begegnungsstätte für die Gruppe Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz). Im Jahre 1992 wurde die vom Land Nordrhein-Westfalen getragene[4] Stiftung „Haus des Deutschen Ostens“ in „Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-Osteuropäisches Forum“ umbenannt.[1][2]
Die bahnhofsnahe Adresse dient als häufiger Versammlungsort für anschließende Demonstrationszüge in der Düsseldorfer Innenstadt.
Direktoren
- 1963–1965: Ernst Birke
- 1965: Konrad Kuschel
- 1966–1967: Otto Heike
- 1967–1988: Oskar Böse
- 1988–2006: Walter Engel
- seit 2006: Winfrid Halder
Publikationen
Die Stiftung gab von 1995 bis 2022 vierteljährlich die Zeitschrift West-Ost-Journal (WOJ) heraus. Seit 2023 erscheint die Zeitschrift zweimal jährlich und bietet Hintergrundinformationen und Reiseberichte.[5]
- Literatur zum Gerhart-Hauptmann-Haus im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek