Gertrudisstift

Stift in der Gemeinde Ruppichteroth From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Gertrudisstift ist ein Stift in der Gemeinde Ruppichteroth. Die Gründung erfolgte im Jahre 1916 durch den Pfarrer Heinrich Stommel aus Amerika.

Gertrudisstift – im Hintergrund der Turm der Kath. Pfarrkirche St. Severin

Ursprünglich stammte Stommel aus Ruppichteroth, wanderte jedoch nach Amerika aus und gründete zugunsten seiner Heimatgemeinde mehrere Stiftungen. Auf Wunsch des dortigen Pfarrers Dechant Lapp stiftete er auch für das Haus des Stifts einen nicht unerheblichen Beitrag. Es sollte den Namen seiner Schwester tragen.

Am 16. Juli 1916 zogen vier Schwestern des Ordens vom Kostbaren Blut mit der Generaloberin Mutter Paula und der Generalökonomin Mutter Bernardine in das Haus ein. Die Schwestern übernahmen Tätigkeiten als Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen und Nählehrerinnen. Die wirtschaftliche Versorgung war teilweise karg; so freute man sich bereits über die Schenkung einer Kuh. Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wurde den Schwestern von der Gemeinde Ruppichteroth kurzfristig ebenfalls die Fürsorge für das dortige Krankenhaus angetragen.

Nach Oberin Editha wurde im Jahre 1946 Schwester Aureliana das Amt der Oberin übertragen. Um auf diesem Wege Erträge aus der Altenpflege erzielen zu können, beantragte das Stift im Jahre 1950 eine Erlaubnis zur Nutzung des Gebäudes als Altersheim. Die damalige Stiftung von Pfarrer Stommel war durch Inflationen und Währungsreformen wertlos geworden. Da der Plan der Kirchengemeinde, unter anderem aufgrund mangelnden Kapitals, nicht verfolgt wurde, kündigte der Orden im Jahre 1958 den Vertrag über das der Kirchengemeinde gehörende Haus. Aufgrund der hohen Renovierungskosten in Höhe von 150.000 Mark schenkte die Pfarrgemeinde das Haus im Jahr 1958 dem Stift. Im Jahre 1959 veranlasste der Orden die Errichtung eines Neubaus mit einer Kapelle.

Heute wohnen noch einige Ordensschwestern im Stift.

Quellen

  • Harry Hendriks: Der Gertrudisstift. In: Ruppichteroth im Spiegel der Zeit. Bd. 1, 1977.

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