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Gesäßfurche

horizontale Furche unterhalb der Gesäßbacken From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gesäßfurche (lateinisch Sulcus glutaeus, auch Sulcus [sulcus = Rinne, Furche (lateinisch)] glutealis,[1] Sulcus glutaealis, Sulcus gluteus, Sulcus infra nates,[2] Gesäßfalte,[3] Ruga [ruga = Falte (lateinisch)] glutaea horizontalis, Glutealfalte oder Glutäalfurche) ist eine durch straffe Bindegewebszüge (Fascia glutaea) entstandene,[4] beidseits horizontal verlaufende Rinne unterhalb der Gesäßbacken (Clunes) bzw. unterhalb der beiderseitigen Vorwölbungen des Musculus gluteus maximus, die insbesondere bei der Anspannung des Gesäßmuskels im Standbein sichtbar wird.

Gesäßfurchen bei der Frau

In der alten offiziellen anatomischen Nomenklatur hieß diese bilaterale Struktur Sulcus glutaeus, und zwar schon in den Basler Nomina Anatomica (BNA) von 1895 sowie dann in den Jenaer Nomina Anatomica (JNA) von 1935 und auch noch in den Pariser Nomina Anatomica (PNA) von 1955. In der aktuell geltenden Terminologia Anatomica von 1998 (TA98) heißt die paarige Gesäßfurche dagegen jetzt Sulcus glutealis mit der TA-Nummer A01.2.08.004 und mit der englischen Entsprechung gluteal fold (deutsch: Gesäßfurche oder Gesäßfalte).

Sie grenzt die Hüftregion (Regio glutaea) kaudal von der hinteren Oberschenkelgegend (Regio femoralis posterior) ab. Diese Gesäßfalte entsteht durch einen von der Fascia lata ausgehenden Faszienstreifen, der zwischen dem großen Umdreher (Trochanter major) des Oberschenkelknochens zum Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum) verläuft. Diese Faszienverstärkung wird auch „Sitzhalfter“ genannt. Sie ist „ein von der Glutäalfaszie bogenförmig zum Tuber ischiadicum ziehendes starkes, kollagenes Faserbündel.“[5]

Die Gesäßfalte ist nicht identisch mit dem unteren Rand des Musculus gluteus maximus, dieser verläuft schräg und nicht horizontal. Die „Gesäßfurche [ist eine] gebogene Querfurche, die das Gesäß von der Rückseite des Oberschenkels trennt.“[6]

Die Gesäßfurchen dürfen auch nicht mit der senkrecht dazu verlaufenden Analrinne (Rima ani) verwechselt werden, zumal diese Analrinne gelegentlich irrtümlich ebenfalls als Gesäßfalte bezeichnet wird.

Literatur

  • Walther Graumann: CompactLehrbuch Anatomie. Band 2, Schattauer, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-7945-2062-6, S. 120 und 135.
Commons: Gesäßfurche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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