Etappe des Giro d’Italia 2022
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die 20. Etappe des Giro d’Italia 2022 fand am 28.Mai 2022 statt und galt als die Königsetappe der 105.Austragung des italienischenEtappenrennens. Die Strecke führte von Belluno über 168Kilometer und 4490Höhenmeter zu einer Bergankunft auf dem Passo Fedaia (2057m) zu Füßen der Marmolata. Mit dem Passo Pordoi (2239m) überquerten die Fahrer zudem den höchsten Punkt des Etappenrennens (Cima Coppi). Im Ziel hatten die Fahrer insgesamt 3428,2Kilometer absolviert, was 99,5% der Gesamtdistanz der Rundfahrt entsprach. Die Organisatoren bewerteten die Schwierigkeit der Etappe mit fünf von fünf Sternen (alta difficoltà).
Der neutralisierte Start erfolgte in Belluno auf der Piazza dei Martiri. Anschließend führte die Strecke durch den Startort, ehe der Piave im Süden überquert und Belluno in Richtung Südwesten auf der SP1 verlassen wurde.
Der offizielle Start erfolgte nach 4,1gefahrenen Kilometern auf der SP1. Im Anschluss folgten die Fahrer dem Piave flussabwärts bis Santa Giustina, wo ein kurzer nicht kategorisierter Anstieg nach San Gregorio nelle Alpi führte. Danach folgten die Fahrer dem Cordevole flussaufwärts in Richtung Norden. Hier begann die Straße bereits leicht zu steigen. Nach 63,5Kilometern wurde in Agordo (774m) der erste Zwischensprint ausgefahren. Der Ort bildete zudem den Startpunkt der offiziellen Steigung auf den Passo San Pellegrino (1918m), der 81,9Kilometer vor dem Ziel erreicht wurde. Dieser führte mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,2% über 18,5Kilometer und war als Bergwertung der 1.Kategorie klassifiziert. Der steilste Abschnitt des Anstieges waren die letzten 6Kilometer, die nach Falcade erreicht wurden und im Schnitt mit 9% bergauf führten. Nach der Überquerung des Passes folgte eine längere Abfahrt, die die Fahrer nach Moena und somit ins Val di Fassa brachte. Hier ging es stetig leicht bergauf nach Canazei, wo die Auffahrt auf den höchsten Punkt des Rennens (Cima Coppi), den Passo Pordoi (2239m), erfolgte. Dieser führte bei im Schnitt 6,8% über 11,8Kilometer und wurde 44,6Kilometer vor dem Ziel überquert. Im Schatten des Piz Boè ging es anschließend bergab nach Arabba, ehe nach einem rund 10Kilometer langen Plateau, die restliche Abfahrt nach Caprile (996m) führte.
Von Caprile aus begann der Schlussanstieg auf den Passo Fedaia (2057m). Dieser führte auf den ersten achteinhalb Kilometern bei moderater Steigung (5,3%) nach Malga Ciapela wo, 5,5Kilometer vor dem Ziel der zweite Zwischensprint ausgefahren wurde. Im Anschluss begann die Straße steil anzusteigen und führte mit rund 11% im Schnitt zum Ziel (max. 18%). Insgesamt legten die Fahrer auf den letzten 14Kilometern 1062Höhenmeter zurück. Der Zielstrich des Anstieges der 1.Kategorie befand sich beim Rifugio Fedaia. Die Serrai-Schlucht von Sottoguda (Serrai di Sottoguda), die sich im Anstieg befindet, wurde 2022 nicht befahren.[1]
Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen und die Spitzengruppe begann mit der Auffahrt auf den Passo San Pellegrino (1.Kategorie). Die Ausreißer blieben im Anstieg zusammen und Davide Formolo sicherte sich die meisten Punkte bei der Bergwertung vor Giulio Ciccone und Alessandro Covi. Im Hauptfeld bestimmte weiterhin das Team Bahrain Victorious das Tempo. Nach der anschließenden Abfahrt gelangten die Fahrer 56,4Kilometer vor dem Ziel zum Fuße des Passo Pordoi (Cima Coppi), dem höchsten Punkt der Rundfahrt. Die Spitzengruppe zerfiel und Alessandro Covi setzte sich auf den ersten Kilometern des Anstiegs von seinen Begleitern ab. Der Italiener überquerte die Bergwertung als erster und hatte einen Vorsprung von rund eineinhalb Minuten auf die erste Verfolgergruppe herausgefahren. In dieser waren mit seinem Teamkollegen Davide Formolo, Lennard Kämna, Thymen Arensman, Sam Oomen, Gijs Leemreize, Giulio Ciccone, Antonio Pedrero und Domen Novak noch acht Fahrer vertreten. Alessandro Covi sicherte sich bei der Überquerung des Passo Pordoi 50Punkte, gefolgt von Giulio Ciccone (30Punkte) und Davide Formolo (20Punkte) – in der Bergwertung stand Koen Bouwman (Jumbo-Visma) jedoch bereits vor dem Start der Etappe als Sieger fest. Dahinter bestimmte weiterhin das Team Bahrain Victorious das Tempo und hatte das Hauptfeld auf rund 30Fahrer ausgedünnt. Der Gesamtführende Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) hatte jedoch mit Pavel Sivakov, Ben Tulett und Ben Swift immer noch drei Helfer um sich. In der anschließenden Abfahrt, auf der auch einige Gegensteigungen absolviert werden mussten, baute Alessandro Covi seinen Vorsprung auf die Verfolger auf über zwei Minuten aus und fuhr allein in den Schlussanstieg des Passo Fedaia (1.Kategorie). Davide Ballerini hatte in der Abfahrt zu den Verfolgern aufgeschlossen fiel jedoch auf den ersten Metern des Anstiegs wieder zurück.
5,5Kilometer vor dem Ziel passierte Alessandro Covi den zweiten Zwischensprint als erster und sicherte sich drei Bonussekunden. Mit einem Abstand von rund zwei Minuten folgten Thymen Arensman, Giulio Ciccone, Domen Novak und Antonio Pedrero, die sich von den restlichen Fahrern der Verfolgergruppe abgesetzt hatten. Wenig später griff Domen Novak im steileren Teil des Anstiegs an und versuchte allein zu Alessandro Covi aufzuschließen. Der Slowene konnte seinen Rückstand auf den nächsten zwei Kilometern zwar auf etwa 30Sekunden reduzieren, schaffte es aber nicht mehr Alessandro Covi einzuholen, der seinen ersten Etappensieg beim Girod’Italia feierte.
Dahinter erhöhte rund sechs Kilometer vor dem Ziel die Mannschaft des Gesamtführenden mit Ben Tulett das Tempo im Hauptfeld. Dies führte dazu, dass Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Vincenzo Nibali (Astana Qazaqstan Team) und Juan Pedro López (Trek-Segafredo) abgehängt wurden. Nachdem der Brite seine Arbeit getan hatte, übernahm Pavel Sivakov, der die Gruppe weiter ausdünnte. Mit Richard Carapaz, Jai Hindley, Mikel Landa und Hugh Carthy (EFEducation-EasyPost), konnten ihm nur vier Fahrer folgen, ehe er rund dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel seine Führungsarbeit beendete. Jai Hindley griff sofort an und nur der Mann in Rosa, Richard Carapaz, konnte dem Australier folgen. Wenig später holten die beiden Lennard Kämna ein, der aus der Ausreißergruppe zurückgefallen war. Jai Hindley heftete sich an das Hinterrad seines deutschen Teamkollegen, der das Tempo hoch hielt. Rund drei Kilometer vor dem Ziel konnte Richard Carapaz den beiden nicht folgen und fiel zurück. Jai Hindley erhöhte das Tempo erneut und vergrößerte anschließend stetig den Vorsprung auf den Gesamtführenden. Schlussendlich erreichte er das Ziel mit einem Vorsprung von fast eineinhalb Minuten und übernahm somit das Rosa Trikot. Richard Carapaz wurde auf den letzten Kilometern noch von Mikel Landa überholt, der in der Gesamtwertung jedoch hinter ihm blieb. Vor dem abschließenden Zeitfahren hatte Jai Hindley einen Vorsprung von einer Minute und 25Sekunden auf Richard Carapaz. Weitere 26Sekunden dahinter folgte Mikel Landa als Gesamtdritter. Juan Pedro López verteidigte seine Führung in der Nachwuchswertung und sowohl Koen Bouwman als auch Arnaud Démare (Groupama-FDJ) erreichten das Ziel im vorgegebenen Zeitlimit und behielten somit ihre Wertungstrikots. Als einziger Fahrer erreichte David de la Cruz (Astana Qazaqstan) das Ziel nicht und musste die Rundfahrt beenden.[2][3]
Stage 20 Giro d'Italia 2022: Belluno, Marmolada (Passo Fedaia).ArchiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am27.Mai 2022;abgerufen am 18.Mai 2022(englisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.giroditalia.it