Gottfried Khröll

Salzburgischer Benediktiner From Wikipedia, the free encyclopedia

Gottfried Khröll oder Gottfried Kröll (auch Gottfried Kroell oder Godefried Kröll; * 24. Jänner 1682 in Obernzell; † 26. Mai 1753 in Salzburg) war ein Salzburgischer Benediktiner.

Leben

Khröll war Sohn des fürstbischöflich-passauischen Richters Johann Gottfried Kröll und absolvierte das Gymnasium in Passau, bevor er zum Studium der Philosophie an die Universität Salzburg ging. Er trat 1700 in das Stift Sankt Peter in Salzburg ein, legte am 30. November 1701 sein Ordensgelübde ab und widmete sich dann dem Studium der Theologie. 1704 erfolgte seine Priesterweihe. Er wurde 1708 zum Doktor der Theologie promoviert, hatte verschiedene Ämter im Kloster inne, so war er beispielsweise Ökonom und Novizenmeister des Klosters, bevor er 1713 Prior des Stifts Sankt Peter wurde. Zugleich war er ab 1713 außerordentlicher Beichtvater der Benediktinerinnenabtei Nonnberg in Salzburg und fürsterzbischöflicher Geistlicher Rat. 1721 rückte er zum ordentlichen Beichtvater auf dem Nonnenberg auf, zugleich gab er das Amt des Priors von Sankt Peter auf.

Khröll widmete sich neben seinen klösterlichen Ämtern auch der Wissenschaft. Neben der Theologie war er unter anderem auch an Sprachen und der Mathematik interessiert. Ab 1714 war er Professor für Kontroverstheologie an der Salzburger Universität, bevor er 1716 den Lehrstuhl für neutestamentliche Exegese erhielt.

Khröll gab 1733 seine bisherigen Salzburger Ämter auf und wurde Subprior des Subpriorats Maria Plain bei Salzburg. Am 26. Oktober 1741 wurde er schließlich zum Abt des Stifts Sankt Peter gewählt. Seine Amtszeit war vom Österreichischen Erbfolgekrieg gezeichnet. Er erreichte unter anderem bei Kaiserin Maria Theresia die Verlängerung des Privilegs der freien Weinausfuhr und war um die Hebung der Disziplin im Kloster bemüht.

Werke (Auswahl)

  • Monotessaron evangelicum, sive historia evangelica ex quatuor Evangelistis in unum volumen collecta, 3 Teile in 2 Bänden, Mayr, Salzburg 1725–1728.
    • aus Handschriften des Nachlasses vervollständigt von Beda Seeauer: Monotessaron Evangelicum Seu Historia Evangelica, 3 Bände, Wolff, Augsburg 1859.

Literatur

Weitere Informationen Vorgänger, Amt ...
Schließen

Related Articles

Wikiwand AI