Gouvernement Süd-Libanon
eines von sechs Gouvernements im Libanon
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Das Gouvernement Süd-Libanon (arabisch الجنوب al-Dschanub, DMG al-Ǧanūb) ist eines von inzwischen acht Gouvernements im Libanon mit einer Einwohnerschaft von etwa 350.000 Menschen. Der Verwaltungssitz ist Sidon.
| Süd-Libanon | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Libanon |
| Hauptstadt | Sidon |
| Fläche | 2000 km² |
| Einwohner | 350.000 |
| Dichte | 175 Einwohner pro km² |
| ISO 3166-2 | LB-JA |
Geographie
Das Gouvernement Süd-Libanon bedeckt eine Fläche von etwa 2000 km². Die niedrigste Erhebung ist der Meeresspiegel des Mittelmeeres, die höchste Erhebung ist etwa 1000 m hoch. Die Einwohner setzen sich aus Schiiten, Sunniten, Orthodoxen, Katholiken, Armeniern und Protestanten zusammen. Die Temperaturen sinken bis auf 4 °C im Winter, während dessen es viel regnet und in den höheren Lagen auch schneit. Die trockenen Sommer bringen Temperaturen bis zu 30 °C in den Küstengebieten. Flüsse, die das Gouvernement durchfließen, sind Litani (der auf seinen Lauf westwärts auch Qasmiye genannt wird), Zahrani, Naqura, Awali und Hasbani.
Wirtschaft
Die Region lebt von der Erzeugung von Zitrusfrüchten, Tabak, Bananen und dem Tourismus, vor allem in der Gegend von Tyros. Touristische Anziehungspunkte sind die Sandstrände südlich von Tyros, die antiken phönizischen und römischen Ruinen bei Sidon und Tyros, sowie ein Kulturfestival in Tyros.
Geschichte
Ein südlichste Teil des Gouvernements ist seit Beginn des Libanonkriegs 2026 von der israelischen Armee besetzt und von dieser als „Gelbe-Linie“-Zone ausgewiesen. Die im Zuge von Evakuierungsbefehlen vertriebene Zivilbevölkerung darf in diesem Gebiet nicht in ihr Zuhause zurückkehren. Israel führt in der Zone umfangreiche Zerstörungen von Wohnhäusern und Infrastruktur durch. In al-Qlailah gab es vom 2. März bis 24. April 2026 insgesamt 42[1] israelische Luft- und Artillerieeinschläge.
In Marwahin wurde ein großes Sekundarschul-Gebäude gesprengt, mit der Begründung, es sei von der bewaffneten schiitischen Partei Hisbollah benutzt worden. Die libanesische NGO Legal Agenda entgegnete, dort gefundene Waffen seinen von den Lokalbehörden beschlagnahmte Jagdgewehre gewesen.[1] Eine erste Auswertung von Satellitenbildern legt nahe, dass Israel eine entvölkerte „Pufferzone“ errichten will.[2]
